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Tödlicher Sportwagen-Unfall auf Autobahn-Abschnitt ohne Tempolimit (Symbolbild)

Heftige Konsequenzen drohen

Freundin (18) totgerast: Sportwagenfahrer verliert bei fast 330 Km/h die Kontrolle

Mit nahezu 300 km/h raste ein junger Mann mit seinem Sportwagen über die Autobahn - und verunglückt. Seine Freundin (18) starb. Nun begann der Prozess.

  • In Nordrhein-Westfalen war ein Sportwagenfahrer einen tödlichen Unfall verwickelt.
  • Der 24-Jährige soll mit mindestens Tempo 286 unterwegs gewesen sein. Er überlebte leicht verletzt - seine 18-jährige Beifahrerin starb.
  • Jetzt wurden Anklage gegen ihn erhoben.

Essen - Er soll mit einem Sportwagen bei mindestens Tempo 286 auf der Autobahn einen tödlichen Unfall verursacht haben - nun klagt die Staatsanwaltschaft Essen einen 24 Jahre alten Autofahrer an. Bei dem Unfall im März 2019 starb die 18-jährige Beifahrerin - der Fahrer wurde leicht verletzt und erlitt einen Schock. 

Tatvorwurf sei fahrlässige Tötung, teilte die Staatsanwaltschaft Essen am Freitag auf Anfrage der dpa mit. Der Essener war in einem 570 PS starken Sportwagen McLaren unterwegs. Der Unfall geschah an einer Stelle in Essen, an der es keine Geschwindigkeitsbegrenzung gibt.

Essen/NRW: Mit Tempo 286 unterwegs? Anklage: „Er war offenbar überfordert“

Der Wagen sei laut einem Sachverständigen-Gutachten zwischen 286 und 314 Kilometern pro Stunde schnell gewesen, als er über eine kleine Bodenwelle fuhr, sagte Oberstaatsanwältin Birgit Jürgens. Dadurch könne es zu einer unbeabsichtigten Lenkbewegung gekommen sein. „Laut Gutachten hätte er noch Zeit gehabt, das Fahrzeug in die Mitte des Fahrstreifens zurückzubewegen.“ Dies habe er aber nicht geschafft. „Er war offenbar durch die hohe Geschwindigkeit überfordert.“

Wie die Polizei Düsseldorf damals mitteilte, hatte der 23-Jährige aus unklarer Ursache die Kontrolle über seinen McLaren verloren, dann nach rechts von der Fahrbahn abgekommen und dann die Seitenschutzplanke durchbrochen.    

Essen/NRW: Raser nach tödlichem Unfall angeklagt - seine nun tote Beifahrerin war seine Freundin

Die angeschnallte Beifahrerin war bei dem Unfall am Abend des 20. März aus dem Boliden geschleudert und tödlich verletzt worden. Es habe sich bei ihr um die Freundin des Mannes gehandelt, sagte Jürgens. Der Wagen sei ein Leasingfahrzeug gewesen, das auf den damals 23-Jährigen zugelassen war. Das Landgericht Essen prüft nun, ob es die Anklage zur Hauptverhandlung zulässt. Das Strafgesetzbuch sieht für fahrlässige Tötung bis zu fünf Jahre Freiheitsstrafe oder eine Geldstrafe vor.

Der Fall erinnert an den aktuellen Raser-Unfall in Südtirol, der sieben junge Deutsche aus dem Leben riss. Mehr dazu im Video:

Ende 2019 raste in München ein Autofahrer mit hoher Geschwindigkeit in eine Gruppe Jugendlicher. Ein 14-Jähriger starb. 

dpa/frs

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Kommentare

Teschnick
(0)(0)

Leider bekommen einige mit den PS Boliden nur die Schwa..verlängerung, nicht die erforderliche Hirnmasse dazu.
Traurig solche Unfälle

Bayer50Antwort
(0)(0)

Wenn es so gewesen wäre, dann sagen Sie diesen Satz mal den Eltern des Fahrers.

Ein Patriot
(1)(1)

Da bin ich ausnahmsweise mal bei den Grünen. Tempolimit, und wenn's nach mir ginge, dann auch Drosselung der Motorleistung. Vielleicht max. 100PS bei PKW.