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Eta-Aquariiden 2022: Sind die Sternschnuppen in Deutschland zu sehen? Datum, Maximum, Sichtbarkeit

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Eine Sternschnuppe am Nachthimmel
Eine Sternschnuppe am Nachthimmel © Patrick Pleul / dpa

Romantisch, spannend, faszinierend – Sternschnuppen wie die Eta-Aquariiden sind ein wirklicher Grund, um an einem Datum Anfang Mai besonders früh aufzustehen. Passen Wetter und Standort, so ist die Sichtbarkeit der Sternschnuppen überall in Deutschland sehr gut. Im Maximum sind bis zu 100 Sternschnuppen pro Stunde zu sehen.

Hamburg – Wie in jedem Jahr rechnen die Astronomische Gesellschaft und die deutschen Sternwarten im Mai mit großem Interesse an den Eta-Aquariiden. Die Sternschnuppen sorgen einmal im Jahr für ein im besten Fall sehenswertes Erlebnis unter Himmelsbeobachtern.

Die Eta-Aquariiden-Sternschnuppen

Ein Wunsch! Wer eine Sternschnuppe sieht, darf sich etwas wünschen. Das ist aber nicht der einzige Grund, warum es sich lohnt, im Mai besonders früh aus dem Bett zu finden und am kühlen Morgen in den Himmel zu schauen: Sternschnuppen sind faszinierende Himmelskörper. Ein Sternschnuppen-Regen, wie ihn die Eta-Aquariiden in jedem Frühjahr bieten, ist ein unvergessliches Erlebnis. In guten Jahren rauschen bis zu 100 Sternschnuppen pro Stunde über das von Sternen hell erleuchtete Himmelszelt.

Eta-Aquariiden-Sternschnuppen – an welchem Datum sind sie zu sehen?

Im Jahr 2022 zeigen sich die Eta-Aquariiden besonders stark am 4. Mai frühmorgens, bevor die Sonne aufgeht. Erwartet werden etwa 50 Sternschnuppen pro Stunde.

Ihren namentlichen Ursprung haben die legendären Eta-Aquariiden-Sternschnuppen im Sternbild Wassermann. Von dessen Namen Aquarius leitet sich auch der Name der Eta-Aquariiden ab. Das Sternbild selbst ist während des Sternschnuppenregens nicht zu sehen, weil es zu tief am Horizont steht. Die eigentlichen Sternschnuppen der Eta-Aquariiden sind kleinste Partikeln eines der bekanntesten und lichtstärksten Kometen – des Halleyschen Kometen. Bei der Reise durchs All hat der Komet diese winzigen Partikel hinterlassen, die nun im All schweben. Jahr für Jahr kreuzt die Erde auf ihrer Umlaufbahn diese Staubwolke und die Partikel verglühen in der Erdatmosphäre. Dies ist für den irdischen Beobachter als Sternschnuppe zu sehen.

Eta-Aquariiden: Sternschnuppen-Beobachtung in Deutschland

Viele Weltall-Begeisterte warten jedes Jahr im Mai auf den wunderbaren Sternschnuppen-Regen der Eta-Aquariiden. Im Jahr 2022 stehen die Vorzeichen für eine Beobachtung besonders gut, denn der Mond wird als abnehmender Halbmond kaum erstrahlen. Das ist günstig – ein heller Mond würde das Beobachten von Sternschnuppen schwieriger machen.

Zu sehen sind die berühmten Eta-Aquariiden-Sternschnuppen anfangs am östlichen Horizont. Später bewegen sie sich in die südöstliche Richtung. Wer in Deutschland auf Sternschnuppen-Beobachtung gehen möchte, muss nicht nur früh aufstehen, sondern auch die richtige Stelle finden. Im Osten und Südosten sollten sich keine höheren Gebäude oder Hügel befinden. Generell sind Städte und Dörfer in der näheren Umgebung und insbesondere in Blickrichtung der Sternschnuppen von Nachteil, weil sie Licht aussenden und so zum Störfaktor werden.

Eta-Aquariiden-Sternschnuppen: Sichtbarkeit kann variieren

Die beste Zeit, um die Eta-Aquariiden-Sternschnuppen zu sehen, ist gegen drei Uhr in der Nacht. Die verglühenden Himmelskörper sind ab diesem Zeitpunkt für einige Stunden unterwegs, aber bereits gegen 5 Uhr wegen der aufkommenden Dämmerung nur noch schwer zu sehen.

Neben hellen Dörfern, Städten und dem Mond kann vor allem das Wetter bei der Himmelsbeobachtung zum Spielverderber werden. Es lohnt sich, den Wetterbericht im Blick zu behalten, um unter Umständen an einen geeigneteren Beobachtungsposten zu fahren, von wo aus die Sternschnuppen besser zu sehen sind. Wolken und Hochnebel verderben je nach Standort jedes Jahr so manchem früh aufgestandenen Sternschnuppen-Fan den Spaß an den Eta-Aquariiden.

Eta-Aquariiden-Sternschnuppen – bis zu 100 im Maximum

Die große Wolke an Kometen-Staub sorgt zuverlässig für eine große Anzahl von Sternschnuppen. Im Maximum zeigen sich bei den Eta-Aquariiden bis zu 100 Sternschnuppen pro Stunde. Damit zählen die Eta-Aquariiden zu den beeindruckendsten Sternschnuppen-Ereignissen des Jahres. Ähnlich beeindruckend sind zum Beispiel die Geminiden im Dezember und die Quadrantiden im Januar. Andere Sternschnuppen-Wolken wie die Lyriden sind die ganze Nacht über sichtbar, haben aber ein deutlich geringes Maximum an Sternschnuppen pro Stunde als die Eta-Aquariiden.

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