+
Ein Schild mit der Aufschrift "Polizei" steht vor dem Kölner Dom. Die Kölner Polizei will 1500 Beamte einsetzen. Foto: Ina Fassbender

Nach Übergriffen 2015/16

Etliche Städte erhöhen Sicherheitsvorkehrungen zu Silvester

Berlin/Köln (dpa) - Nach den massenhaften Übergriffen auf Frauen in der vergangenen Silvesternacht haben mehrere deutsche Großstädte ihre Sicherheitsvorkehrungen in diesem Jahr verschärft.

Die Kölner Polizei entwickelte für die Gegend rund um Hauptbahnhof und Dom sogar ein besonderes Präsenzkonzept. Die Zahl der anwesenden Beamten wird auf 1500 verzehnfacht. Auch Videoüberwachung und eine böllerfreie Zone rund um das Gotteshaus sollen die Sicherheit für die Feiernden erhöhen. Nach der chaotischen Silvesternacht 2015/2016 waren mehr als 1000 Strafanzeigen eingegangen, viele wegen sexueller Übergriffe; außerdem war auf der Domplatte unkontrolliert Feuerwerk abgebrannt worden.

Auch in Düsseldorf, Hamburg und Stuttgart hatte es eine große Zahl von Strafanzeigen wegen Übergriffen gegeben. In der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt sind dieses Mal erstmals Böller in der Altstadt verboten. Dadurch erhofft sich die Stadt, das "allgemeine Sicherheitsgefühl" der Menschen zu erhöhen, wie ein Sprecher sagte. In Hamburg wird die Polizei vermutlich an Brennpunkten wie Reeperbahn und Landungsbrücken stärker präsent sein als in der Vergangenheit. Auch der Aufbau eines Infostandes der Polizei an der Großen Freiheit sei geplant, so dass sich Opfer von Übergriffen schnell melden könnten.

Andernorts betreiben die Sicherheitsbehörden "business as usual", wie es beispielsweise in München heißt. "Das Konzept hat sich in den Vorjahren gut bewährt, daher ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht mit größeren Änderungen zu rechnen", sagte ein Polizeisprecher. Das ablaufende Jahr hatte in der bayerischen Landeshauptstadt mit einer Terrorwarnung begonnen, unter anderem waren zwei Bahnhöfe gesperrt worden. Auch bei Deutschlands größter Silvesterfeier rund um das Brandenburger Tor in Berlin gibt es keine besonderen Maßnahmen: "Wir werden am bewährten Einsatzkonzept nichts ändern", sagte ein Polizeisprecher. Details gibt die Berliner Polizei wie üblich nicht bekannt. In der vergangenen Silvesternacht waren neben den regulären Einsatzkräften zusätzlich 1700 Polizisten im Einsatz.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Gondel löst sich aus Karussell – vier Kinder verletzt, eines davon schwer
Für vier Kinder endete ein ausgelassenes Straßenfest in Remseck (Baden-Württemberg) am Samstag in einem Drama. Dort löste sich eine Gondel aus einem Karussell.
Gondel löst sich aus Karussell – vier Kinder verletzt, eines davon schwer
Horror-Unfall auf A81 bei Heilbronn: Vier Tote, fünf schwerstverletzt - was wir wissen
Auf der A81 zwischen Würzburg und Heilbronn ist es zu einem schrecklichen Unfall gekommen. Die Polizei Heilbronn meldet vier Tote und spricht von einem „Trümmerfeld“. …
Horror-Unfall auf A81 bei Heilbronn: Vier Tote, fünf schwerstverletzt - was wir wissen
Vier Tote und fünf Verletzte bei Karambolage auf Autobahn 81
Zehn Fahrzeuge verunglücken im Nordosten von Baden-Württemberg - vier Menschen sterben, fünf weitere werden schwer verletzt. Spezialisten sollen nun klären, wie es zu …
Vier Tote und fünf Verletzte bei Karambolage auf Autobahn 81
Unbekannte töten elf Taxi-Insassen in Südafrika
Mysteriöser Fall: Bewaffnete lauer einem Taxi auf und eröffnen das Feuer und töten mehrere Menschen. Der Hintergrund der Tat ist unklar.
Unbekannte töten elf Taxi-Insassen in Südafrika

Kommentare