1. Startseite
  2. Welt

Platz am Strand reserviert? Kroatien-Urlaubern droht 200-Euro-Strafe

Erstellt:

Von: Martina Lippl

Kommentare

Baska Themenbild Kroatien / Hrvatska / Croatia 2021 Sommerurlaub am Meer
Frust im Kroatien Urlaub? Am Strand von Baska (Foto) auf der Ferieninsel sind schnell die besten Plätze reserviert. © Hahne/imago

Urlauber reservieren gerne die besten Plätze am Strand oder Pool. Das Problem uferte aber auf einer Ferieninsel in Kroatien aus. Das Treiben geht einem Badeort gehörig gegen den Strich.

Krk – Es ist ein bekanntes Phänomen – dem offenbar unzählige Touristen mit Leidenschaft und Ehrgeiz verfallen sind. Schon vor dem Frühstück belegen Hotelgäste die besten Plätze am Pool – mit einem Handtuch oder anderen Utensilien. Das führt teils zu kuriosen Szenen und hitzigen Debatten. Besonders in Hotels kann es ganz schön zur Sache gehen. Erst vor kurzem sorgte ein Video von einem Handtuch-Eklat für Aufsehen.

Ferieninsel in Kroatien: Urlaubern droht für „Platz-Reservierung“ am Strand 200 Euro Strafe

Was sich bisher überwiegend in geschlossenen Hotelanlagen abgespielt hat, wird am Strand einer Urlaubsinsel in Kroatien offenbar zu einem Problem. Auf der Insel Krk lassen Touristen ihre Handtücher und Liegen gleich über Nacht vor Ort. Es gibt keinen Platz mehr an den Badestränden. Ein Brennpunkt des „Handtuch-Kriegs“ ist offenbar Baška, berichtet das kroatische Nachrichtenportal 24sata.

Örtliche Behörden planen ein Bußgeld. Wer einen Platz am Strand von Novi Vinodolski reserviert, muss künftig mit einem Bußgeld von 200 Euro rechnen, berichtet RTL.

Kroatien: Strandwärter räumen Handtücher und Liegen weg – Abmahnprinzip funktioniert kaum

Am Strand von Baška auf der Ferieninsel Krk räumen Strandwärter jeden Morgen um sechs Uhr die Hinterlassenschaften der Badegäste ein. Die Sachen werden dann in ein Lager gebracht. Allerdings holte kaum jemand die Handtücher ab. Nach Angaben der Gemeinde hatten die Touristen es übertrieben.

„Es sind unzählige, sagen wir, Haufen und Haufen von diesen alten Lumpen, entleerten Kissen, einigen alten Liegestühlen. Letztes Jahr kamen nur 39 Leute, um ihre Sachen abzuholen, weil sie normalerweise einige ältere Sachen zurücklassen, ganz zu schweigen von Lumpen“, erzählt Bürgermeister Toni Juranić laut RTL. In Zukunft soll gegen die „Platz-Reservierer“ härter vorgegangen und nach einer Abmahnung eine Strafe gefordert werden. Ob das die Situation an den Stränden verbessert, wird sich zeigen. Andere Badestrände in Kroatien haben die Reservierung eines Standplatzes schon seit Jahren verboten. Doch mit der Umsetzung hapert es, berichten lokale Medien. (ml)

Auch interessant

Kommentare