Terrorverdacht bei Messerattacke in Finnland - Zwei Tote und sechs Verletzte

Terrorverdacht bei Messerattacke in Finnland - Zwei Tote und sechs Verletzte
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Die ESC-Fans Pawel (43, l) und Josef (46) aus München sind wenig begeistert vom Spektakel in Baku.

Miese Stimmung vor Song Contest in Baku

Baku - Sie sind aus Bayern zum östlichsten Grand Prix aller Zeiten gereist. Doch die deutschen Touristen haben wenig Gutes zu berichten. Sie schimpfen über teure Hotels und Aufpasser.

Zu viel Sicherheitskräfte, überteuerte Hotels und reichlich aserbaidschanischer Nationalstolz: Deutsche Fans und andere Gäste sind wenig begeistert vom Grand Prix in Baku. “Wir machen drei Kreuze, wenn wir im Flieger sitzen und wieder nach Hause dürfen“, sagt d 46-jährige Josef aus München. Er kommt wie sein Freund Pawel seit 2001 zum Eurovision Song Contest (ESC). Die beiden erzählen in der Altstadt in Baku, wie sie sich auf Schritt und Tritt beobachtet fühlen von Sicherheitsleuten in Uniform oder in Zivil.

Eurovision Song Contest 2012: Sie singen im Finale

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“Das ist sehr unangenehm“, sagt der 43 Jahre alte Pawel. “Das ist ein großer Schritt nach hinten.“ Die Shows in der Crystal Hall am Kaspischen Meer strotzten nur so vor aserbaidschanischem Nationalstolz. Sicherheitsleute hätten massenhaft zusätzliche Nationalflaggen ausgeteilt, weil ihnen das wohl zu viel Internationalität in den Fan-Reihen gewesen sei. Dauernd werde “Aserbaidschan“ gerufen und die Fahne öffentlich geküsst.

Auch im ESC-Fandorf, wo traditionell internationale Gäste zum Biertrinken zusammenkommen, halte sich kaum jemand auf, weil dort nur aserbaidschanische Musik gespielt werde. Bitter stoßen den beiden auch die ESC-Shows auf. “Es sind überall Männer, die niemals zu einem solchen Event gehen würden“, sagt Josef. Er meint Sicherheitsleute. Fan Pawel spricht von “Schikanen“ und “nicht nachvollziehbaren Absperrungen“ in der Stadt. Das sei eine denkbar schlechte Werbung für das Land.

“Man wird ein bisschen wie ein Alien angeschaut“, meint Josef. Die Altstadt beschreiben sie als eine Art “Disneyland“. Mit dem Taxi seien sie auch mal außerhalb des Stadtzentrums gewesen, “wo alles nicht mehr so glänzt“. Und sie ärgert, dass ein kleines Hotelzimmer 400 Euro pro Nacht koste - so viel hätten sie noch nie ausgegeben.

Zum deutschen “Star für Baku“, Roman Lob (21), sind sie unterschiedlicher Meinung. Josef ist er “viel zu brav mit seinem Babyface“. “Es passt nicht in dieses Peppige und Powervolle und Feuerwerk, das sonst auf der Bühne abgeht“, sagt er. Pawel dagegen meint, dass das “eine sehr gute Performance“ sei. Auch Fans aus anderen Ländern hätten den beiden zum deutschen Beitrag gratuliert.

Hier in Baku hätten “Aufpasser“ sogar Fotoapparate kontrolliert und aus nicht nachvollziehbaren Sicherheitsgründen das Löschen von Bildern bestimmter Gebäude gefordert, sagt der 31 Jahre alte Tourist Alexander aus Moskau. “Man fühlt sich, als ob die Aserbaidschaner das alles hier nur für die eigenen Leute machen“, sagt er.

In der als Weltkulturerbe der Unesco geschützten Altstadt sagen Souvenirverkäufer, dass sie sich deutlich mehr erwartet hätten von dem ESC. Die Läden sind gähnend leer. “Es sind kaum Touristen in der Stadt und für diejenigen, die da sind, habe ich schon die Preise auf unter die Hälfte gesenkt“, sagt der Händler Elchin im Zentrum. Vielleicht sei Baku als Ziel einfach noch nicht attraktiv genug.

dpa

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