In Freiheit: Nach mehr als drei Jahrzehnten in Haft trifft Jens Söring am Frankfurter Flughafen ein. Foto: Boris Roessler/dpa
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In Freiheit: Nach mehr als drei Jahrzehnten in Haft trifft Jens Söring am Frankfurter Flughafen ein. Foto: Boris Roessler/dpa
Jens Söring wird nach seiner Ankunft am Flughafen von seinen Unterstützern, darunter die Lehrerin Bernadette Faber (r.), empfangen. Foto: Andreas Arnold/dpa
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Jens Söring wird nach seiner Ankunft am Flughafen von seinen Unterstützern, darunter die Lehrerin Bernadette Faber (r.), empfangen. Foto: Andreas Arnold/dpa
Zurück in Deutschland: Jens Söring wird am Frankfurter Flughafen von einem Unterstzützer umarmt. Foto: Andreas Arnold/dpa
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Zurück in Deutschland: Jens Söring wird am Frankfurter Flughafen von einem Unterstzützer umarmt. Foto: Andreas Arnold/dpa
Die ersten Schritte in Freiheit nach mehr als drei Jahrzehnten Haft: Jens Söring am Frankfurter Flughafen. Foto: Boris Roessler/dpa
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Die ersten Schritte in Freiheit nach mehr als drei Jahrzehnten Haft: Jens Söring am Frankfurter Flughafen. Foto: Boris Roessler/dpa
Jens Söring im Jahr 2003 in der US-Justizvollzugsanstalt Brunswick Co. Foto: Carlos Santos/AP/dpa
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Jens Söring im Jahr 2003 in der US-Justizvollzugsanstalt Brunswick Co. Foto: Carlos Santos/AP/dpa
Jens Söring im März 2011 bei einem Interview im Gefängnis "Buckingham Correctional Center". Foto: Steve Helber/AP/dpa
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Jens Söring im März 2011 bei einem Interview im Gefängnis "Buckingham Correctional Center". Foto: Steve Helber/AP/dpa

Fast 30 Jahre in US-Haft

Ex-Häftling Söring wieder in Deutschland: "Froh und dankbar"

Für Jens Söring kann ein neues Leben beginnen: Nach drei Jahrzehnten in Haft ist der wegen Doppelmordes verurteilte Ex-Häftling wieder in Deutschland und spricht vom "schönsten Tag in seinem Leben"

Frankfurt/Main (dpa) - Der in den USA wegen Doppelmordes verurteilte Ex-Häftling Jens Söring ist zurück in Deutschland. "Das ist der schönste Tag meines Lebens", sagte er am Dienstag nach der Landung am Frankfurter Flughafen. "Ich bin so froh und dankbar."

Freunde und Unterstützer hatten den 53-Jährigen mit lautem Jubel und Applaus in Empfang genommen. Söring zeigte sich überwältigt und sagte, er wolle nun erst einmal zur Ruhe kommen. "Ich muss hier psychologisch und emotional ankommen in Deutschland." Er habe das Land seit drei Jahrzehnten nicht mehr gesehen.

Söring hat 33 Jahre lang im Gefängnis gesessen, die meiste Zeit davon in den USA. Dort war er 1990 wegen Mordes an den Eltern seiner damaligen Freundin zu zweimal lebenslanger Haft verurteilt worden. Der deutsche Diplomatensohn hatte die Morde zunächst gestanden, später aber das Geständnis widerrufen. Er beteuert bis heute seine Unschuld.

Auch die Wiesbadener Anwältin Karoline Rüsch war zum Flughafen gekommen, um Söring zu begrüßen. Sie pflegt nach eigener Aussage seit 2010 eine Brieffreundschaft mit ihm. Sie habe "an dieses Wunder" irgendwie nicht mehr geglaubt. "Es ist das schönste Weihnachten für mich, seit ich ihn kenne."

Petra Hermanns, die Sprecherin des Unterstützerkreises, beschrieb den 53-Jährigen als "sehr sympathischen, charismatischen, humorvollen sowie klugen und empathischen Menschen". Sie sei zuversichtlich, dass er in der Freiheit zurechtkomme. Zudem werde er therapeutische Hilfe bekommen.

Sörings Unterstützer haben in Deutschland für ihn eine Wohnung, ein Handy und Kleidung besorgt. Der Ex-Häftling will nach seiner Ankunft in Deutschland erst einmal Urlaub machen und dann durch das Land reisen und seine Unterstützer besuchen. Söring appellierte an die Medien: "Bitte geben Sie mir etwas Ruhe, um mit meinen Freunden zu sein und um hier anzukommen."

Das zuständige Gremium im US-Bundesstaat Virginia hatte im November entschieden, Söring auf Bewährung freizulassen und abzuschieben. Begnadigt wurde er nicht. In Deutschland ist der Ex-Häftling ein freier Mann. In die USA darf er nie wieder einreisen.

Festgenommen worden waren Söring und seine damalige Freundin Elizabeth Haysom 1986 in Großbritannien. Dorthin waren sie geflüchtet, als sie wegen des Mordes unter Verdacht gerieten. Großbritannien stimmte der Auslieferung Sörings an die USA nur unter der Bedingung zu, dass die Todesstrafe nicht verhängt wird. Haysom wurde wegen Anstiftung zum Mord zu zweimal 45 Jahren Haft verurteilt. Der Fall erregte in den USA und international viel Aufmerksamkeit und polarisiert noch immer.

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