+
Zwei Feuerfische, aufgenommen an der zyprischen Küste bei Protaras. Foto: Vagelis Gavallas

Exotische Rotfeuerfische breiten sich im Mittelmeer aus

Der Klimawandel macht sich nicht nur auf dem Land bemerkbar. Forscher konnten zeigen, dass sich ein giftiger Exot im Mittelmeer ausbreitet.

Limassol/Plymouth (dpa) - Die exotischen und giftigen Rotfeuerfische fühlen sich wegen der steigenden Wassertemperaturen im Mittelmeer immer wohler.

Die Art Pterois miles habe innerhalb eines Jahres fast die gesamte Südostküste von Zypern besiedelt, schreiben Forscher der Mittelmeerinsel und der britischen Universität Plymouth im Fachmagazin "Marine Biodiversity Records".

Zuvor hat es den Angaben zufolge nur wenige Sichtungen im Mittelmeer gegeben. Die Wissenschaftler stützen sich unter anderem auf Angaben von Tauchern und Fischern. Die gefräßigen Rotfeuerfische, die normalerweise im Roten Meer und im Indischen Ozean vorkommen, können sich sehr schnell vermehren und dann die Artenvielfalt gefährden.

Die bis zu etwa 35 Zentimeter großen Rotfeuerfische ernähren sich von Fisch und Krustentieren. Sie sind nachtaktiv und verstecken sich tagsüber. Die Strahlen der Rückenflosse enthalten ein Gift, das auch Menschen gefährlich werden kann.

Besonders mit Blick auf den erst kürzlich erweiterten Suez-Kanal, der das Rote Meer mit dem Mittelmeer verbindet, sollten Maßnahmen ergriffen werden. Eine weitere Invasion der Tiere müsse vermieden werden, sagte Meeresbiologe Jason Hall Spencer in einer Mitteilung der Universität Plymouth.

Informationen zu Pterois miles auf fishbase

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Experten: Beben in Nordkorea war natürlichen Ursprungs
Das Land Nordkorea wurde zum wiederholten Male von einem Erdbeben erschüttert. Entgegen erster Vermutungen handelt es um ein Erdbeben natürlichen Ursprungs.
Experten: Beben in Nordkorea war natürlichen Ursprungs
Toter Säugling in Müllsack in Park entdeckt
In einem Park in der Nähe von Dülmen (Coesfeld) ist ein toter Säugling gefunden worden.
Toter Säugling in Müllsack in Park entdeckt
Enorme „Maria“-Schäden in Puerto Rico - Sorge um Staudamm
Hurrikan „Maria“ hat Puerto Rico heftig getroffen: die Opferzahl steigt, der Strom ist ausgefallen, tausende Menschen sind obdachlos geworden. Der Wiederaufbau wird ein …
Enorme „Maria“-Schäden in Puerto Rico - Sorge um Staudamm
Erde bebt wieder in Mexiko - Todeszahl steigt auf über 300
Die Rettungskräfte suchen in Trümmerbergen noch nach Überlebenden des letzten Erdbebens vom 19. September, da wird Mexiko erneut von Erdstößen erschüttert. Das Zentrum …
Erde bebt wieder in Mexiko - Todeszahl steigt auf über 300

Kommentare