Nach Absturz

Experten sehen ExoMars-Mission nicht in Gefahr

Moskau - Der Absturz einer Mars-Sonde stellt nach Einschätzung von Experten in Moskau die Fortsetzung der europäisch-russischen Forschungsmission ExoMars nicht infrage.

„Da das Projekt bereits läuft, denke ich, dass die Spezialisten es fortsetzen, aber ihre Arbeiten an bestimmten Phasen der Landung verstärken werden“, sagte Iwan Moissejew vom Institut für Raumfahrtpolitik in Moskau am Samstag der Agentur Tass.

Die Sonde „Schiaparelli“ ist nach ersten Analysen der Europäischen Raumfahrtagentur Esa beim Aufprall auf dem Mars am Mittwoch explodiert. Demnach verlief die Landung aber etwa bis zum Einschalten der Triebwerke nach Plan. Mit dem Milliardenprojekt ExoMars suchen die Esa und ihr russischer Partner Roskosmos nach Spuren von Leben. 2020 wollen sie einen Rover zum Roten Planeten schicken.

„Selbstverständlich wird es Korrekturen geben“, sagte Alexander Schelesnjakow von der Russischen Akademie der Raumfahrt. Die Daten, die „Schiaparelli“ vor dem Absturz gesammelt habe, würden in den Bau des Landers für die zweite Phase von ExoMars einfließen.

Die Aufgabe der Ingenieure bestehe nun darin, den Einsatz der Triebwerke für die geplante Landung des Rovers zu verbessern, sagte Moissejew. Esa und Roskosmos entwickeln die Geräte für 2020 zusammen.

dpa

Rubriklistenbild: © EPA/ESA ATG-medialab M.Thiebaut / ESA Exomars 2016

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