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In Deutschland sind nach Schätzungen von Experten mittlerweile etwa 400 000 Drohnen in der Luft. Foto: Julian Stratenschulte

Unfallgefahr und Kriminalität

Experten suchen Wege zur Abwehr ziviler Drohnen

Mehrere 100 000 Drohnen schwirren in Deutschland über den Köpfen der Bevölkerung. Doch nicht nur für Hobby-Piloten und Foto-Fans sind die Klein-Hubschrauber attraktiv, auch Kriminelle interessieren sich dafür. Experten suchen deswegen nach einer wirksamen Drohnen-Abwehr.

Kaufbeuren (dpa) - In Deutschland sind nach Schätzungen von Experten mittlerweile etwa 400 000 Drohnen in der Luft. In wenigen Jahren könnten es mehr als eine Million sein. Diese Entwicklung macht den Sicherheitsbehörden Sorgen, nicht nur weil das Risiko von Zusammenstößen mit Flugzeugen steigt.

Bei einer Tagung in Kaufbeuren wollen deshalb am Montag Experten über Möglichkeiten zur Abwehr von Drohnen diskutieren.

Denn auch in dicht bewohnten Gebieten können abstürzende Drohnen zur Gefahr werden. Im November schlug beispielsweise im Olympiapark in München eine in 180 Metern Höhe havarierte Drohne neben einer Familie ein. Zudem schließen die Behörden nicht aus, dass die Mini-Hubschrauber künftig für Terroranschläge eingesetzt werden.

Die Veranstaltung im Allgäu wird von dem bayerischen Wirtschaftsministerium gemeinsam mit dem Generalkonsulat von Israel in München organisiert. Israelische Unternehmen gelten bei der Entwicklung von militärischen und zivilen Drohnen weltweit als führend.

Mehrere Anbieter wollen ihre Drohnenabwehr in Kaufbeuren praktisch demonstrieren. Auch die Telekom will ihr Anti-Drohnen-Angebot für Geschäftspartner vorstellen. Seit Ende 2016 bietet das Unternehmen ein "Drohnenschutzschild" an. Damit sollen beispielsweise Rechenzentren oder Fußballstadien gegen Angriffe mit Drohnen geschützt werden.

Programm Drohnentagung

Drohnenschutzschild der Telekom

Unternehmen Dedrone zu Abwehrmaßnahmen

Geplante Drohnenverordnung

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