Verletzte nach Verpuffung in Teutschenthal

Unglück in Bergwerk: Neue Details zu verletzten Bergmännern 

Nach einem Unglück im Bergwerk Teutschenthal mussten zwei Menschen ins Krankenhaus. Etwa 35 weitere waren vorerst unter Tage eingeschlossen, konnten aber befreit werden. 

Video: Alle Bergleute gerettet

  • Unglück im Bergwerk Teutschenthal in Sachsen-Anahlt.
  • Zwei Kumpel wurden verletzt ins Krankenhaus gebracht. Etwa 35 Menschen waren vorerst unter Tage eingeschlossen, konnten aber befreit werden. 
  • Jetzt beginnt die Ursachensuche

Update vom 10. November 2019: Nach einer Verpuffung kann die Arbeit in der Grube Teutschenthal im sachsen-anhaltischen Saalekreis am Montag mit Einschränkungen wieder aufgenommen werden. Es sei eine Teilfreigabe erteilt worden, sagte ein Sprecher des für Bergbau zuständigen Wirtschaftsministeriums am Sonntag in Magdeburg. Feste Stoffe könnten demnach wieder in das stillgelegte Bergwerk eingebracht werden, um dort Hohlräume zur Stabilisierung zu füllen. Dagegen dürfen betonähnliche Dickstoffe vorerst nicht verwendet werden, solange die Ursache nicht zweifelsfrei geklärt ist.

Eine Unternehmenssprecherin erklärte am Wochenende, die gezielte Belüftung der Unfallstelle zeige Wirkung. Unterdessen habe einer der beiden verletzten Bergmänner am Samstag das Krankenhaus verlassen, der zweite sei weiter in ärztlicher Behandlung.

Update vom 9. November: Weiter wird mit Hochdruck nach den Hintergründen des Unglücks in der Grube Teutschenthal gesucht. Experten des Landesamts für Geologie und Bergwesen (LAGB) seien das Wochenende über vor Ort, sagte ein Sprecher des Wirtschaftsministeriums in Magdeburg. „Der Betrieb in Teutschenthal kann erst weitergehen, wenn die Ursache für die Verpuffung gefunden ist.“ 

LAGB-Experten hatten am Freitag ihre Arbeit in Abstimmung mit dem Betreiberunternehmen aufgenommen. Sie gingen zunächst davon aus, dass sich in einem begrenzten Teil des ehemaligen Kali- und Steinsalzbergwerks Wasserstoff angesammelt und eine Zündquelle für die Verpuffung gesorgt haben könnte. Bei der Verpuffung waren ein 24 Jahre alter Mann leicht und ein 44-Jähriger schwer verletzt worden.

Bergleute in 700 Meter Tiefe ausgeharrt - Suche nach Ursache

Update 12.13 Uhr: Die nach einer Verpuffung in der Grube Teutschenthal in Sachsen-Anhalt zeitweise unter Tage eingeschlossenen Menschen sind alle befreit. Alle seien wohlbehalten, teilte die Polizei in Halle im Kurznachrichtendienst Twitter am Freitag mit. Etwa 35 Menschen hatten nach dem Unglück zunächst in rund 700 Metern Tiefe unter Tage ausgeharrt. Sachsen-Anhalts Wirtschaftsminister Armin Willingmann (SPD) fährt nach Teutschenthal, um sich vor Ort über das Unglück zu informieren. Er wird gegen 13.45 Uhr erwartet.

Grund für die Verpuffung soll nach ersten Erkenntnissen des Landesbergamtes ein explosives Gasgemisch gewesen, das sich in der Grube westlich von Halle gebildet hatte. Feuerwehr und Rettungskräfte waren mit einem Großaufgebot im Einsatz. Es sei Entwarnung gegeben worden. Nun würden Experten des Landesbergamts am Freitag unter Tage fahren und mit Untersuchungen beginnen, sagte der Abteilungsleiter Bergbau, Uwe Schaar, in Halle/Saale. 

Die üblichen Arbeiten in der Grube würden so lange ruhen, bis die Ursache geklärt sei. Die üblichen Arbeiten in der Grube würden so lange ruhen, bis die Ursache geklärt sei. Wie lange das dauern werde, könne er noch nicht sagen, so Schaar.

Unglück im Bergwerk: Alle Kumpel befreit

Update 11.46 Uhr: Die nach einer Verpuffung in der Grube Teutschenthal in Sachsen-Anhalt zeitweise unter Tage eingeschlossenen Menschen sind alle befreit. Alle seien wohlbehalten, teilte die Polizei in Halle im Kurznachrichtendienst Twitter am Freitag mit.

Explosion oder Verpuffung im Bergwerk: Mehrere Menschen unter Tage eingeschlossen

Update 11.29 Uhr: Nach einer Verpuffung in der Bergbaugrube Teutschenthal in Sachsen-Anhalt sitzen etwa 35 Menschen in rund 700 Metern Tiefe unter Tage. Zwei weitere Kumpel, die zum Zeitpunkt des Unglücks nicht unter Tage waren, mussten verletzt ins Krankenhaus gebracht werden.

Die Eingeschlossenen befinden sich in Sicherungsräumen und sind mit Sauerstoff versorgt, wie ein Sprecher des Landesbergamts in Halle am Freitag sagte. Die Menschen könnten später über den intakten Schacht an die Erdoberfläche gebracht werden.

Explosion oder Verpuffung in Bergwerk: Mehrere Menschen unter Tage eingeschlossen

Update 11.06 Uhr: Nach einer Explosion oder Verpuffung in der Grube Teutschenthal, Saalekreis in Sachsen-Anhalt, sind am Freitag mindestens zwei Menschen verletzt. Beide mussten ins Krankenhaus gebracht werden. Mindestens 30 Personen sollen eingeschlossen in der Grube festsitzen sein.

Die Eingeschlossenen sollen in einem Sicherheitsbereich unter Tage festsitzen. Das teilte eine Sprecherin der Polizei in Halle mit. Feuerwehr und Rettungskräfte seien mit einem Großaufgebot vor Ort. Weitere Details lägen noch nicht vor. Zuvor hatte die „Mitteldeutsche Zeitung“ berichtet.

Sachsen-Anhalt/Teutschenthal: Unglück im Bergwerk - 30 Menschen unter Tage eingeschlossen

In der Grube Teutschenthal arbeiten nach Unternehmensangaben etwa 100 Menschen. In den vergangenen 15 Jahren wurde das im Jahr 1982 stillgelegte Bergwerk umgebaut. Dort werden heute auf 14 Quadratkilometern Grundfläche mineralische Abfälle deponiert. Zuvor war das Bergwerk rund 80 Jahre zur Kalisalzgewinnung betrieben worden.

Grubenunglück in Teutschenthal.

Unglück in Bergwerk: Mehrere Menschen unter Tage eingeschlossen

Nachricht vom 8. November: Teutschenthal - Zu einer Explosion oder Verpuffung ist es am Freitagmorgen im Bergwerk Teutschenthal, Sachsen-Anhalt, gekommen. Das meldet der MDR. Um 9.03 Uhr soll ein Notruf eingegangen sein, bestätigte eine Polizeisprecherin auf Halle. Es soll mehrere Verletzte geben. Mehrere Menschen sollen derzeit in einer Grube eingeschlossen sein. 

Rubriklistenbild: © dpa / Sebastian Willnow

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Wetter in Deutschland: Frost und Glätte - Warnungen für viele Teile des Landes
Der Sonntag eignet sich nicht für einen Ausflug in der Natur - es sei denn, man lebt im eher milden Osten. Alle Infos im Wetter-Ticker.
Wetter in Deutschland: Frost und Glätte - Warnungen für viele Teile des Landes
Brand in Heim für psychisch Kranke und Behinderte - Todesopfer identifiziert
In einem Heim für psychisch Kranke und Behinderte kam es am Sonntagnachmittag in Mittelfranken zu einem furchtbaren Brand. Eine Person verlor im Feuer ihr Leben.
Brand in Heim für psychisch Kranke und Behinderte - Todesopfer identifiziert
Gruppenvergewaltigung in Ulm: 14-Jährige missbraucht - OB sorgt mit Aussage für Entsetzen
Eine 14-Jährige soll in der Halloween-Nacht Opfer einer Gruppenvergewaltigung geworden sein. Die Polizei hat fünf Verdächtige ermittelt.
Gruppenvergewaltigung in Ulm: 14-Jährige missbraucht - OB sorgt mit Aussage für Entsetzen
Sternschnuppen im November 2019: So sehen Sie heute Nacht die Leoniden
Die Leoniden sind die wichtigsten Sternschnuppen im November 2019. Wir erklären, wann und wie Sie das Schauspiel heute Nacht am Himmel beobachten können.
Sternschnuppen im November 2019: So sehen Sie heute Nacht die Leoniden

Kommentare