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Die Feuerwehrleute suchen in dem explodierten Wohnhaus in Brühl nach Überlebenden.

Brühl: Frauenleiche unter Trümmern gefunden

Brühl - Nach der Explosion eines Hauses am Samstagabend in Brühl haben Feuerwehrleute am Sonntagmorgen die Leiche einer Frau aus den Trümmern geborgen.

Sehr wahrscheinlich handele es sich um die 47 Jahre alte Lebensgefährtin des Familienvaters, teilte die Feuerwehr am Unglücksort mit. Der Mann (45) und seine Tochter (10) werden noch vermisst. Man vermutet sie im Keller des Gebäudes. “Große Gebäudeteile der Decke sind bis in die Kellerräume eingestürzt“, sagte Feuerwehrsprecher Josef Uhlhaas. Daher sei es schwierig, an die Verschütteten heranzukommen.

Die Leiche war von Trümmerteilen bedeckt gewesen und ganz langsam von Hand freigelegt worden, so Feuerwehrsprecher Elmar Mettke. Am Samstagabend war ein 12-jähriger Junge von den Rettern mit bloßen Händen freigegraben worden. Er wurde verletzt in ein Krankenhaus gebracht.

Währenddessen wird der Trümmerberg weiter Schicht für Schicht abgetragen und jeweils zwischendurch mit Hunden abgesucht. “Wir können jetzt nur noch Bagger einsetzen; weiter mit den Händen zu arbeiten wäre viel zu gefährlich“, schilderte Uhlhaas die Lage. Abgerissen werden auch Teile der erhaltenen Reste des Gebäudes. Dadurch erhöhe sich die Einsturzgefahr der Ruine beträchtlich.

Wohnhaus in Brühl explodiert

Wohnhaus in Brühl explodiert

Durch die Explosion war am Samstagabend eine Doppelhaushälfte eingestürzt. Die Ursache des Hauseinsturzes war zunächst ungeklärt. In der Nacht hatte sich NRW-Innenminister Ralf Jäger (SPD) an der Unglücksstelle über die Lage informiert. Er freue sich sehr “über die Rettung des 12-jährigen Jungen Tobias“, sagte Jäger. Ob ein Gasleck die Ursache für die Explosion war, konnte der Minister nicht bestätigen. Er könne vorerst nur sagen, dass es eine “heftige Druckexplosion“ gegeben habe. Alles Weitere sei Spekulation.

An der Unglücksstelle standen die beiden Häuser Wand an Wand. Die dreigeschossige Seite stürzte ein, die andere Hälfte mit zwei Etagen blieb stehen. Zwischendecken und Außenwände fehlten, so dass Augenzeugen von einer Explosion ausgingen.

dpa/dapd

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