Vier Tage vor Anschlag: Attentäter flog von Düsseldorf nach Manchester

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Eine heftige Explosion hat es in einer Chemiefabrik von Shell in der Nähe von Rotterdam gegeben.

Feuerball bei Rotterdam

Explosion in Chemiefabrik von Shell

Rotterdam - Schwere Explosionen und ein gigantisches Feuer: In einer Chemiefabrik bei Rotterdam hat sich ein Unfall ereignet, der Schlimmes fürchten ließ. Eine Katastrophe blieb aber aus.

Ein Unfall in einem Chemiewerk des Ölkonzerns Shell hat die Niederlande aufgeschreckt. In einer Fabrik in Moerdijk bei Rotterdam hatte es am Dienstagabend heftige Explosionen gegeben, ein Feuerball war kilometerweit sichtbar. Am frühen Mittwochmorgen konnte die Feuerwehr aber Entwarnung geben: Der Brand war gelöscht und das Industriegelände wieder freigegeben.

Zwei Personen wurden nach Angaben der Behörden leicht verletzt. Der Direktor der Shell-Fabrik in Moerdijk, Paul Buijsingh, bestätigte im niederländischen Radio: „Der Schaden ist beträchtlich.“ Die Kosten könnte mehrere Millionen Euro betragen.

Hier sehen Sie ein Video eines Youtube-Nutzers, der den Feuerball laut eigenen Angaben aus sieben Kilometern Entfernung aufgenommen hat.

Am Dienstagabend gegen 22:45 Uhr war ein Reaktorbehälter in einer Raffinerie von Shell explodiert, teilten die Sicherheitsdienste der Provinz Noordbrabant mit. Zeugen berichteten von mehreren lauten Schlägen. Danach war das Feuer ausgebrochen, das bis ins rund 27 Kilometer entfernte Rotterdam zu sehen war.

Die Ursache war noch unklar. Shell hat nach Angaben des örtlichen Fabrikdirektors keinerlei Hinweise, dass die betroffene Anlage fehlerhaft war. Die nationale Behörde für Sicherheit und die Staatsanwaltschaft haben mit ihren Ermittlungen begonnen.

Besorgte Bürger meldeten sich bei der Polizei

Die Explosionen und der gigantische Feuerball hatten Bürger in weiter Umgebung aufgeschreckt. Hunderte meldeten sich besorgt bei der Polizei und auf sozialen Netzwerken wie Twitter. Über Rotterdam hing Stunden lang eine dicke Rauchwolke.

Eine zunächst befürchtete Katastrophe blieb aus. Bereits nach gut einer Stunde hatte die Feuerwehr den Brand unter Kontrolle. Gefahr für die Bevölkerung habe es nicht gegeben. Der niederländische Minister für Justiz und Sicherheit, Ivo Opstelten, besuchte am Mittwochnachmittag die Unglücksstelle und lobte das professionelle und schnelle Eingreifen der Sicherheitskräfte. „Moerdijk hat in jeder Hinsicht gut gehandelt“, sagte er.

Das Unglück ereignete sich bei einem Schichtwechsel in dem Werk, teilte das Unternehmen Shell mit. Bei dem Brand war der Stoff Ethylbenzol freigekommen, der nach Angaben der Behörden zu Irritationen in den Augen und Atemwegen führen kann. Ob weitere giftige Stoffe freikamen, wurde noch untersucht. Die Feuerwehr hatte in ersten Bodenproben Schwermetalle gefunden.

Bürger von Moerdijk äußerten sich im niederländischen Radio besorgt über die Sicherheit der Chemiewerke. Auf dem Industriegelände war bereits 2011 eine Chemiefabrik explodiert. Dies hatte zu schweren Verseuchungen in der Umwelt geführt.

dpa

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