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Nach der Explosion in dem Chemiewerk in der Nähe von Baton Rouge ist unter den Angestellten Augenzeugen zufolge eine "Massenhysterie" ausgebrochen

"Massenhysterie" unter Angestellten

Explosion in Chemiewerk - ein Toter

Baton Rouge - Eine heftige Explosion in einer Chemiefabrik nahe der US-Stadt Baton Rouge hat am Morgen den Boden erzittern lassen und ein Feuer ausgelöst. Ein Mensch kam ums Leben.

Bei einer Explosion in einem Chemiewerk im US-Staat Louisiana ist am Donnerstag ein Mensch getötet worden. Mindestens 75 Menschen wurden nach jüngsten Angaben der Polizei verletzt. Drei von ihnen schwebten in der Nacht zu Freitag noch in Lebensgefahr. Die Explosion ereignete sich aus noch unbekannten Gründen am Morgen gegen 08.30 Uhr (Ortszeit) in dem Werk in Geismar, etwa 30 Kilometer südöstlich von Baton Rouge. Bis zum Nachmittag seien die mehr als 300 Mitarbeiter geortet worden, teilte der Polizeichef Doug Cain mit. Einen terroristischen Hintergrund schlossen die Ermittler der Bundespolizei FBI aus.

Die Detonation war offenbar so heftig, dass sie noch einige Kilometer weit zu spüren war. Das anschließende Feuer konnte am späten Morgen gelöscht werden. Spezialkräfte hätten bei einem Rundgang durch die Fabrik die Leiche entdeckt, teilte die Polizei mit. Eine dicke Rauchwolke stieg über dem Werk auf. Eine Sprecherin des Umweltamtes sagte, in der Luft seien bisher noch keine gefährlichen Mengen an Chemikalien gemessen worden. Die Anwohner von Geismar wurden dennoch aufgefordert, in ihren Häusern zu bleiben und Fenster und Türen zu schließen.

Augenzeugen berichten von "Feuerball" und "Massenhysterie"

Ein Angestellter des Werkes berichtete von „Massenhysterie“, die sich unmittelbar nach der Explosion ausgebreitet habe. Menschen seien über Zäune gesprungen, um von dem Gelände wegzukommen, sagte Daniel Cuthbertson. „Gott war heute mit mir. Als ich zurück schaute, wusste ich, dass ich es geschafft hatte“, sagte er in der Notaufnahme. Ein anderer Augenzeuge sprach von einem „Feuerball“, der sich nach der Explosion gebildet habe.

In der Fabrik, die der Firma The Williams Companies Inc. gehört, werden die hochentzündlichen Gase Ethylen und Propylen hergestellt, die in der Chemiebranche eingesetzt werden.

AP/dpa

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