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Minenarbeiter und Rettungskräfte im Rennen gegen die Zeit.

Unglück im Iran

Explosion in Kohlebergwerk: Opferzahl steigt auf 43

Teheran - Nach dem schweren Bergwerksunglück im Iran ist die Opferzahl auf 43 gestiegen. Arbeiter und Angehörige der Opfer sind wütend.

Die Rettungskräfte bargen am Dienstag den 43. und letzten Toten aus dem Schacht des Kohlebergwerks in der nördlichen Provinz Golestan, wie das Staatsfernsehen berichtete. Der Schacht in rund tausend Meter Tiefe war am vergangenen Mittwoch durch eine heftige Explosion zum Einsturz gebracht worden, nachdem Arbeiter eine Zugmaschine in einem Tunnel voller Methangas zu starten versucht hatten. 

Die Leichen von 26 Arbeitern konnten direkt geborgen werden, doch die restlichen Opfer wurden erst gefunden, als die Rettungskräfte nach vier Tagen Zugang zu den Evakuierungsschächten fanden. Die Opferzahl fiel letztlich höher aus als erwartet. Es war lange unklar, wie viele unregistrierte Arbeiter in dem Bergwerk beschäftigt waren. 

Als Präsident Hassan Ruhani am Montag das Bergwerk besuchte, wurde sein Auto von wütenden Arbeitern und Angehörigen der Opfer angegriffen. Ruhani, der bei der Präsidentenwahl am 19. Mai eine zweite Amtszeit anstrebt, sagte die Bestrafung der Verantwortlichen und die Auszahlung der ausstehenden Löhne zu. Das Bergwerk soll bis zum Ende der Ermittlungen sechs Monate lang geschlossen bleiben.

AFP

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