Kollegin verletzt

Explosion in Istanbuler Flughafen - Putzfrau getötet

Istanbul - Bei einer Explosion am zweitgrößten Flughafen der türkischen Metropole Istanbul ist am Mittwoch eine Frau ums Leben gekommen. Über den Hintergrund der Detonation herrscht noch Rätselraten.

Die Explosion ereignete sich übereinstimmenden Berichten zufolge um kurz nach 02.05 Uhr (01.05 Uhr MEZ) neben einem abgestellten Flugzeug von Pegasus Airlines vor dem Terminal des Sabiha-Gökcen-Flughafens. Wodurch sie ausgelöst wurde, war auch Stunden später unklar.

Nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu erlag die 30-jährige Reinigungskraft Zehra Yamac im Krankenhaus ihren schweren Kopfverletzungen. Sie und ihre Kolleginnen reinigten gerade die Maschine von Pegasus Airlines, als sich die Detonation ereignete. Diese war nach Informationen der Nachrichtenagentur Dogan derart heftig, dass sie drei Flugzeuge im Umkreis von 350 Metern beschädigte. Die private türkische Fluglinie erklärte, zu dem Zeitpunkt seien keine Passagiere in den Maschinen gewesen.

Zwar wurde der Flugbetrieb zwei Stunden nach der Detonation normal wieder aufgenommen. Doch wurden die Sicherheitsvorkehrungen verstärkt, wie die türkischen Medien berichteten. Bewaffnete Polizisten überwachten die Flughafeneinfänge und kontrollierten Fahrzeuge in der Nähe, in der Luft kreiste ein Hubschrauber. Seit einem blutigen Terroranschlag im Oktober in Ankara mit mehr als hundert Toten befinden sich die türkischen Sicherheitskräfte in erhöhter Alarmbereitschaft.

Einzelheiten zum Hintergrund der Detonation wurden zunächst nicht bekannt. Flughafen-Chef Dato' Azmi Murad erklärte, er stehe in engem Kontakt zu den Ermittlern. "Wir warten auf ihren offiziellen Bericht." Der Sabiha-Gökcen-Airport ist der zweitgrößte Flughafen Istanbuls. Er wird vor allem von Billigfluglinien angesteuert.

afp

Rubriklistenbild: © picture-alliance/ dpa (Symbolbild)

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