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Der Verhaftete und seine Frau hatten 2012 geheiratet.

Täter führte bizarres Leben

Facebook-Post mit Foto von ermordeter Frau

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Miami - Weil er ihre Schläge nicht länger ertrug, hat ein 31-Jähriger seine Ehefrau nach einem Streit ermordet und ein Foto der blutigen Leiche anschließend auf Facebook gepostet.

In Miami hat ein Mann offenbar seine Frau erschossen und anschließend ein Foto ihrer Leiche auf Facebook veröffentlicht. Örtliche Medien zitierten den Vater des 31-Jährigen mit der Aussage, das Paar habe einen großen Streit gehabt. Die 26-jährige Ehefrau habe ihren Mann geschlagen und mit einem Messer bedroht, woraufhin er eine Schusswaffe hervorholte. Als die Frau anfing, ihn erneut zu schlagen, erschoss er sie. Als Motiv für seine Tat gab er später an, er habe es nicht länger ertragen, dass seine Frau ihn schlage.

Nach der Tat hatte der 31-Jährige offenbar ein Foto der blutigen Leiche seiner Frau auf seiner Facebook-Seite veröffentlicht. "Ich gehe ins Gefängnis oder kriege die Todesstrafe für die Tötung meiner Frau. Ich liebe euch, Leute, ich werde euch vermissen. Passt auf euch auf, Facebook-Leute. Ihr werdet mich in den Nachrichten sehen", schrieb der Mann in dem sozialen Netzwerk. Das Bild der Leiche stand mehrere Stunden auf der Seite, bevor es entfernt wurde.

Der Mann stellte sich der Polizei und gestand die Tat. Im Haus fanden die Beamten die Leiche der Frau und ihre zehnjährige Tochter, die unverletzt war. Auf einem Facebook-Foto, das keine 24 Stunden vor dem Mord aufgenommen worden sein soll, sieht man die beiden in scheinbarer Eintracht in einem Restaurant sitzen.

Das bizarre Leben des Mörders

Laut der "Miami New Times" waren Derek Medina und Jennifer Alonso erst seit 2012 verheiratet - nach einer früheren Scheidung von ihr bereits zum zweiten Mal. Der 31-Jährige hatte als Beruf "Schauspieler" angegeben, war aber wohl nur einmal Statist in der US-Serie "Burn Notice" gewesen. 

Medina hatte auf seiner Website eine Reihe von bizarr anmutenden Ratgebern herausgegeben, mit denen er das "Leben anderer Menschen verändern" und sie "die Welt verstehen lassen" wollte. Eines seiner Selbsthilfebücher trug den Titel "Wie ich einem Menschen durch Kommunikation das Leben und seine Ehe rettete". In anderen Werken machte er sich unter anderem Gedanken über Zeitreisen und dem Ende der Welt und behauptete, er habe Erfahrungen mit Ufos und Außerirdischen. Seine Frau will er einmal in New York vor dem Angriff eines Geistes beschützt haben. 

Ein Nachbar des Mannes berichtete dem US-Sender NBC6, Medina sei mit einer versteckten Waffe herumgelaufen und habe sich für den Wachmann seines Viertels gehalten. "Er ist spät in der Nacht da, schaut sich um und versucht, sich als Held aufzuspielen", zitiert die "Huffington Post" Yoshi Dade.

AFP/hn

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