Arzt versorgt Fahrgast: Verspätungen auf S-Bahn-Stammstrecke 

Arzt versorgt Fahrgast: Verspätungen auf S-Bahn-Stammstrecke 
+
In einer Aldi-Filiale in Berlin hat ein Israeli einen sehr billigen Pudding gekauft und dann mit dem Kassenzettel bei Facebook für Wirbel gesorgt.

Kein Zuhause im "billigen" Berlin

Pudding-Protest: Israeli kehrt in Heimat zurück

Berlin - Kehrtwende in der Debatte um die hohen Lebenserhaltungskosten in Israel: Facebook-Kritiker Naor Narkis wandert nicht endgültig nach Berlin aus. Das Finanzministerium beschuldigt ihn der Täuschung.

Der junge Israeli Naor Narkis, der vor einem Monat seine Landsleute im Internet dazu aufrief, nach Berlin auszuwandern, zieht noch im November in seine Heimat zurück. Das bestätigte Narkis der „Berliner Morgenpost“ (Montag): „Vieles in Berlin ist schwierig, die Stadt wird niemals unser Zuhause sein.“

Der 25-Jährige hatte für Aufsehen gesorgt, als er einen Kassenzettel aus einem Discounter in Berlin-Wedding bei Facebook veröffentlichte. Stein des Anstoßes war ein Schokoladenpudding, der in Deutschland 19 Cent kostet. In Israel koste derselbe Pudding mehr als drei Schekel (etwa 64 Cent), schrieb der Urheber. Das Bild war mit dem Aufruf verbunden, das teure Israel zu verlassen: Der Eintrag endet mit den Worten „Bis bald in Berlin!“.

Israelisches Finanzministerium wirft Täuschung vor

Die Regierung um Premierminister Benjamin Netanjahu und Politiker der Opposition reagierten und kritisierten den Aufruf. Doron Cohen, ehemaliger Generaldirektor des israelischen Finanzministeriums, warf dem Auswanderer laut einem Medienbericht Täuschung vor. Der Urheber habe verschwiegen, dass es sich um einen Kassenzettel aus einem Discount-Supermarkt handele.

Viele Online-Kommentatoren gaben dem Facebook-Nutzer jedoch Recht: Das Leben in Israel sei viel zu teuer. 2011 war es in Israel wegen der hohen Lebenshaltungskosten zu sozialen Protesten gekommen.

Die umstrittene Facebook-Seite hat Narkis geschlossen. Über seine Erfahrungen will er laut dem Bericht jetzt ein Buch schreiben.

dpa

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Prozess gegen U-Bahn-Treter: Möglicherweise schuldunfähig
Der Angriff im Berliner U-Bahnhof Hermannstraße Stadtteil Neukölln hatte bundesweit Entsetzen und Empörung ausgelöst. Das Verfahren startet nun im zweiten Anlauf, …
Prozess gegen U-Bahn-Treter: Möglicherweise schuldunfähig
Alle wundern sich über diesen Fang: Forelle mit weißem Fell
Eine Forelle, die ein Fell hat? Gibt es nicht, denken Sie? In Amerika will ein Angler aber genau eine solche gefangen haben. Was steckt hinter der Geschichte?
Alle wundern sich über diesen Fang: Forelle mit weißem Fell
Hai-Alarm auf Mallorca: Panik weicht der Empörung
Ein Hai sorgt auf Mallorca zunächst mehrfach für Panik. Dann löst das Tier aber auch einen Sturm der Entrüstung aus. Und ist die Urlaubsinsel noch sicher? Experten geben …
Hai-Alarm auf Mallorca: Panik weicht der Empörung
Gefahr neuer Erdrutsche in China: Räumarbeiten unterbrochen
Der Berg ist instabil, weitere Erdrutsche drohen. Die Unglücksstelle muss evakuiert werden. Bislang sind erst zehn Leichen geborgen. Chancen, dass noch Überlebende …
Gefahr neuer Erdrutsche in China: Räumarbeiten unterbrochen

Kommentare