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Der Hecht ist zum Fisch des Jahres 2016 gekürt worden. Foto: Wolfram Steinberg/Archiv

Fachleute küren den Hecht zum Fisch des Jahres 2016

Ganz schön toller Hecht: Esox lucius ist Fisch des Jahres 2016. Trotz seiner weiten Verbreitung - und seines breiten Speiseplans - machen sich Naturschützer Sorgen um den Raubfisch.

Berlin (dpa) - Der Hecht (Esox lucius) ist Fisch des Jahres 2016. Mit der Wahl soll der Zusammenhang zwischen Natur- und Artenschutz verdeutlicht werden.

"Der Hecht ist beispielgebend für die vielen Fischarten, die zur Fortpflanzung auf intakte Ufer und Auenbereiche entlang der Gewässer angewiesen sind", betonte die Präsidentin des Bundesamtes für Naturschutz (BfN), Beate Jessel.

Auf den Raubfisch haben sich das BfN, der Deutsche Angelfischerverband, der Verband Deutscher Sporttaucher sowie das Österreichische Kuratorium für Fischerei und Gewässerschutz geeinigt. Ein anderes Gremium kürte indes den Vogel des Jahres 2016: den Stieglitz.

Der bei Anglern beliebte Hecht besiedelt den Angaben zufolge stehende Gewässer vom kleinen Tümpel bis zum großen See - aber auch fließende Gewässer vom Oberlauf bis in die küstennahe Brackwasserregion. Auf seinem Speiseplan stehen neben Fröschen, kleinen Wasservögeln, Mäusen und anderen Fischen sogar die eigenen Artgenossen. Im Schnitt ist der Raubfisch zwischen 50 und 100 Zentimeter groß.

Zum "Fisch des Jahres" gekürt werden seit 1984 Arten, die wegen schädigender Einflüsse auf Gewässer oder aus anderen Gründen stark beeinträchtigt oder gar vom Aussterben bedroht sind. Trotz der weiten Verbreitung seien die Bestände des Hechts in vielen Gewässern gering.

Den Fachleuten zufolge wird er in der Roten Liste zwar als ungefährdet eingestuft. Langfristig zeige der Trend aber, dass seine Bestände zurückgingen. Naturschützer pochen daher darauf, Gewässer und Auen wieder in einen naturnahen Zustand zu bringen, damit der Hecht sich dorthin zurückziehen und seine Eier ablegen kann.

Zum Vogel des Jahres 2016 wählten Naturschützer den Stieglitz. Der farbenfrohe Singvogel leide unter immer weniger werdenden Wildblumenflächen, wie der Naturschutzbund Nabu in Berlin mitteilte. "Der Stieglitz überlebt nur dann, wenn wir bewusst einmal ein Stück Land unbewirtschaftet und ungespritzt lassen", heißt es in einer Broschüre zum Jahresvogel vom Nabu und dem bayerischen Landesbund für Vogelschutz (LBV). Der Stieglitz sei ein "Symbol dafür, wie wir mit unserer Umwelt umgehen".

Mitteilung

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