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Hohe Wellen haben eine Fähre auf den Philippinen zum Kentern gebracht - keine 200 Meter außerhalb des Hafens.

Unglück auf den Philippinen

Fährunglück: Zahl der Toten auf 59 gestiegen

Manila - Es sollte eine kurze Überfahrt werden, aber raue See hat eine Fähre auf den Philippinen zum Kentern gebracht. Zwei Tage nach dem Fährunglück auf den Philippinen ist die Zahl der Todesopfer auf 59 gestiegen.

Nach Angaben der Küstenwache vom Samstag wurden weitere Tote gefunden, nachdem die Fähre „M/B Kim Nirvana“ gehoben worden war.

Sie war am Donnerstag bei hohem Wellengang 200 Meter vor dem Hafen von Ormoc in den Zentralphilippinen gekentert. 140 Menschen konnten gerettet werden. Nach ersten Erkenntnissen waren zum Unglückszeitpunkt zu viele Menschen an Bord des Schiffes. Es werde nach weiteren Opfern gesucht.Das Schiff wollte auf die nur rund 40 Kilometer entfernten Camotes-Inseln übersetzen.

Überlebende berichteten im Fernsehen von Panik an Bord. Menschen hätten in Todesangst geschrien, als die Fähre plötzlich und ohne Vorwarnung auf die Seite kippte. Es sei kaum Zeit gewesen, ins Wasser zu springen. Viele Leute seien im Innern eingeschlossen gewesen.

Die Behörden nahmen Ermittlungen zur Unglücksursache auf. „Es soll hohen Wellengang gegeben haben“, sagte Armand Balilo, Sprecher der Küstenwache. „Wir müssen das noch untersuchen. Wir haben den Kapitän noch nicht befragt.“ Es war unklar, ob der Kapitän unter den Geretteten war oder noch vermisst wurde.

Auf Fernsehbildern war stunden nach dem Unglück noch der orange-farbene Rumpf des Wracks zu sehen. Vor Ort waren zahlreiche Rettungskräfte, die die Umgebung nach weiteren Überlebenden absuchten. Die See war rau.

In dem Staat mit 7000 Inseln sind Fähren eines der wichtigsten Verkehrsmittel. Schlechte Sicherheitsvorkehrungen, veraltete Boote und Überladung führen oft zu Unfällen. 1987 passierte das weltweit schlimmste Fährunglück in Friedenszeiten in philippinischen Gewässern. Bei dem Zusammenstoß einer Fähre mit einem Öltanker kamen einen Tag vor Weihnachten 4300 Menschen um.

dpa

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