1 von 6
 - Wo war der Kapitän zum Unglückszeitpunkt?Lee Jun Seok soll nicht am Steuer der Fähre gewesen sein. Er habe kurz vorher an die 26 Jahre alte, wenig erfahrene Dritte Offizierin übergeben, teilten die südkoreanischen Ermittler mit. Wo genau sich Lee dann aufhielt, blieb offen.
2 von 6
- Hat der Kapitän früh genug die Evakuierung der Fähre eingeleitet?Nein, sagen zumindest die Angehörigen der Passagiere. Sie argumentieren, es hätten mehr Menschen gerettet werden können, wenn das havarierte Schiff früher geräumt worden wäre. Die Evakuierung wurde erst eingeleitet, als das Schiff schon in Seitenlage geraten war.
3 von 6
- Wie viele Rettungsboote wurden benutzt?Nach Medienberichten wurden nur ein oder zwei von mehr als 40 Rettungsbooten zu Wasser gelassen. Bei den Rettungsbooten auf der Fähre handelte es sich um selbstaufblasende Schlauchboote, die sich in Kästen auf dem Hauptdeck befanden.
4 von 6
- Warum werden noch so viele Passagiere vermisst?Die Retter vermuten, dass ein Großteil der ursprünglich 475 Menschen an Bord im Rumpf des Schiffes eingeschlossen ist. Überlebende berichten, viele Mitreisende hätten nicht mehr aus ihren Kabinen entkommen können. In Luftblasen könnten einige von ihnen noch eine Weile überlebt haben. Fast 180 Menschen wurden gerettet; bis Freitagnachmittag (Ortszeit) wurden 28 Leichen gefunden.
5 von 6
- Wie kam es zu dem Unglück?Die genaue Ursache ist weiter unklar. Am Ort des Untergangs soll die „Sewol“ einen Kurswechsel vorgenommen haben, heißt es von den Ermittlern. Möglich ist auch, dass die Fähre auf einen Felsen auflief und dann die Autos im Innern verrutschten. Überlebende hatten von einem großen Knall vor dem Sinken des Schiffes gesprochen.
6 von 6
- Weshalb war lange Zeit noch der Schiffsbug zu sehen?Der hintere Teil des Schiffes sank rasch auf den Meeresgrund - das Wasser ist hier rund 30 bis 40 Meter tief. Durch Luft im Inneren wurde der vordere Teil der Fähre eine Zeit lang über Wasser gehalten, so dass die Bugwulst noch herausragte. Inzwischen ist über der Wasseroberfläche aber gar nichts mehr von dem Schiff zu sehen.

Havarie der "Sewol"

Fährunglück in Südkorea: Die wichtigsten Antworten

Seoul - Auch Tage nach der Havarie der südkoreanischen Fähre „Sewol“ sind viele Fragen unbeantwortet. Einige offene Punkte im Überblick. Klicken Sie sich durch die Fotostrecke:

Auch interessant

Meistgesehene Fotostrecken

Radfahrer-Falle toter Winkel: Gefahr durch abbiegende Lkw
Zusammenstöße zwischen Lastwagen und Radfahrern enden für die Radler oft tödlich. Abbiege-Assistenten könnten viele Unfälle verhindern. Deshalb sind sich im Grunde alle …
Radfahrer-Falle toter Winkel: Gefahr durch abbiegende Lkw
Ein Jahr nach Brandkatastrophe: Grenfell Tower in Grün
Ein Jahr nach dem Brand des Grenfell Towers ist zur Erinnerung an die 72 Toten das ausgebrannte Hochhaus in London in Grün angestrahlt worden.
Ein Jahr nach Brandkatastrophe: Grenfell Tower in Grün
Ermittler prüfen Aussagen von Ali B. im Fall Susanna
Viele Fragen zum Gewaltverbrechen der 14-jährigen Susanna aus Mainz sind noch offen. Nun werden die Aussagen des Mordverdächtigen Ali B. unter die Lupe genommen. In …
Ermittler prüfen Aussagen von Ali B. im Fall Susanna
Was trieb den Acht-Meter-Buckelwal an die Ostsee? Untersuchung steht aus
Irrgast in der Ostsee: Ein junges Buckelwal-Weibchen treibt tot im Wasser. Normalerweise sollte das Tier in der Arktis schwimmen. Eine erste Begutachtung des Kadavers …
Was trieb den Acht-Meter-Buckelwal an die Ostsee? Untersuchung steht aus

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.