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Die "Sewol" war Mitte April mit 476 Menschen an Bord gekentert, rund 300 Menschen wurden nach offiziellen Angaben bei dem Unglück getötet.

Prozess hat begonnen

Fährunglück in Südkorea: Reedereichef vor Gericht

Gut zwei Monate nach dem verheerenden Fährunglück in Südkorea mit etwa 300 Toten hat der Prozess gegen den Chef der Betreiberfirma begonnen. 

Kim Han Sik von der Reederei Chonghaejin Marine Co. erschien am Freitag zusammen mit vier weiteren Angeklagten aus dem Unternehmen vor einem Gericht in der südlichen Stadt Gwangju. Ihnen wird vorgeworfen, das Schiff mit Frachtgütern überladen und damit fahrlässig gehandelt zu haben. Gegen Kapitän Lee Joon Seok und drei weitere Besatzungsmitglieder läuft bereits ein Prozess.

Die "Sewol" war Mitte April mit 476 Menschen an Bord gekentert, rund 300 Menschen wurden nach offiziellen Angaben bei dem Unglück getötet. Die meisten Opfer waren Schüler auf einem Ausflug. Der Großteil der Crew rettete sich rechtzeitig, ihnen wird deshalb unterlassene Hilfeleistung vorgeworfen. Offensichtlich führte eine Mischung aus Inkompetenz, Missachtung der Sicherheitsregeln und mangelnder Kontrolle zu dem Unglück.

Am Freitag wurde zudem bekannt, dass der Leiter der Schule, aus der die ums Leben gekommenen Kinder stammten, für zunächst drei Monate vom Dienst suspendiert wurde. Zu den Gründen für den Schritt wurden keine Angaben gemacht. Die Maßnahme stehe aber in Verbindung mit dem Fährunglück, erklärte ein Behördenvertreter.

Landesweit gab es am Freitag zudem einen groß angelegten unangekündigten Feueralarm. Zahlreiche öffentliche Gebäude, Einkaufszentren und Schulen mussten während der 20-minütigen Übung am Nachmittag geräumt werden. Der Alarm stand in einer Reihe von Maßnahmen zur Erhöhung der Einsatzbereitschaft von Rettungskräften, die nach dem Fährunglück verordnet worden waren.

AFP

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