Busunfall im Elsass: Ursache geklärt

Paris - Die Ursache für das schwere Busunglück im französischen Elsass mit zwei Toten und 32 Verletzten ist geklärt. Sechs Opfer befinden sich noch in Lebensgefahr.

Der 29 Jahre alte Fahrer hat nach Angaben der Ermittler zugegeben, das Steuer des doppelstöckigen Fahrzeugs herumgerissen zu haben, um noch in letzter Sekunde eine Autobahn-Ausfahrt zu nehmen. Dabei trat er zudem stark auf die Bremse, wie die Gendarmerie in Colmar am Mittwoch mitteilte.

Der mit 65 Reisenden besetzte Bus aus Polen war am Dienstmorgen zwischen der deutsch-französischen Grenze und der elsässischen Stadt Mulhouse (deutsch: Mülhausen) an einer Autobahnabfahrt umgestürzt. Er kam aus der westpolnischen Stadt Slubice und sollte nach der Fahrt durch Deutschland mit mehreren Zwischenstopps die südfranzösischen Mittelmeerstadt Nizza anfahren. Sechs der Verletzten schwebten am Mittwoch noch immer in Lebensgefahr.

Bilder von der Unfallstelle

Mehrere Tote bei Busunglück im Elsass

Nach ersten Erkenntnissen der Gendarmerie hatte der Fahrer weder die erlaubte Fahrtzeit überschritten noch Alkohol oder Drogen konsumiert. Das Ergebnis einer Medikamentenanalyse und einer Untersuchung des Buswracks stand zunächst aber noch aus. Dem 29-Jährigen droht ein Verfahren wegen fahrlässiger Tötung und Körperverletzung.

dpa

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