"Ohne ersichtlichen Grund" gefeuert

Schon wieder: US-Polizist erschießt Afroamerikaner

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Falcon Heights - Es ist der zweite von der Polizei erschossene Afroamerikaner binnen 48 Stunden: In den USA wurde schon wieder ein Schwarzer getötet, diesmal in Falcon Heights.

Erst am Dienstag wurde in den USA ein Afroamerikaner von der Polizei erschossen, nun gibt es offenbar einen weiteren Fall: In der Stadt Falcon Heights im Bundesstaat Minnesota erschoss ein Polizist einen Schwarzen bei einer Fahrzeugkontrolle - anscheinend ohne ersichtlichen Grund. 

Eine Freundin des Getöten lud auf Facebook ein Handyvideo hoch, das den schockierenden Fall zeigt: Der Mann liegt blutüberströmt auf dem Autositz, während eine Waffe auf ihn gerichtet ist. Die Frau berichtet, sie seien wegen eines kaputten Rücklichts am Auto von der Polizei gestoppt worden, ihre Freund habe gerade die Fahrzeugpapiere zeigen wollen. Die Polizei habe "ohne ersichtlichen Grund" mehrmals geschossen. Das Video wurde bereits von mehr als 1,7 Millionen angesehen.  Laut "Minneapolis Star Tribune" handelte es sich bei dem Erschossenen um den 32-jährigen Philando Castile, der in der Cafeteria einer Schule angestellt war. Laut der Nachrichtenagentur AFP saß auf dem Rücksitz ein kleines Kind, die Tochter der Bekannten, die das Video drehte.

Nach Angaben der Polizei starb der junge Mann am späten Mittwochabend in seinem Fahrzeug, berichtet die Nachrichtenagentur AFP. Am Ort des Geschehens sei eine Pistole gefunden worden. Der Vorfall werde untersucht. Unterstützer richteten eine Facebook-Seite namens "Gerechtigkeit für Philando Castile" ein. Dort heißt es: "Philando Castile wurde am 7. Juli 2016 von der Polizei ermordet. Wir fordern Gerechtigkeit!" 

Bereits am Dienstag schockierte ein ähnlicher Fall die Menschen in den USA und weltweit: Ein Polizist erschoss im US-Bundesstaat Louisiana aus nächster Nähe einen Afroamerikaner auf einem Supermarktparkplatz. Ein Handyvideo, das davon gedreht worden war, verbreitete sich kurz darauf rasend schnell im Netz. Der Vorfall wird nun auch vom US-Justizministerium untersucht.

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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