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Die Polizei will in der Nähe der portugiesischen Ferienanlage nach der Leiche von Maddie graben, die 2007 dort verschwand. 

An Algarve-Strand

Polizei will nach Maddies Leiche graben

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London/Lissabon - Auf der ganzen Welt wurde schon nach Madeleine McCann gesucht. Jetzt wollen Ermittler dort, wo die damals Dreijährige 2007 verschwand, nach ihrer Leiche graben.

Der portugiesische Fernsehsender TVI berichtete bereits am Montag, dass die Staatsanwaltschaft Bodenuntersuchungen und Ausgrabungen im Zusammenhang mit dem Fall genehmigt habe. Wie die "Daily Mail" erfuhr, handelt es sich um drei Areale in der Gemeinde Luz an der Algarve. Am dortigen Strand liegt der "Ocean Club", wo "Maddie" vor sieben Jahren zusammen mit ihren Eltern ihren Urlaub verbrachte, bevor sie verschwand. Laut dem britischen Blatt bestätigte Vater Gerry: "Sie buddeln und es gibt neue Hinweise. Wir hoffen weiterhin auf einen glücklichen Ausgang." Auch Bodenradar-Geräte sollen zum Einsatz kommen.

Ermittler Rowley warnte in einem Schreiben an die britischen Medien vor Spekulationen über Grabungen. Zudem sollten die Medien vor der Veröffentlichung von Informationen zu dem Fall "sorgfältig nachdenken". Er warnte, die portugiesische Polizei würde die neuen Aktivitäten im Fall Maddie sofort abbrechen, sollten Journalisten die Suche stören oder sollte die britische Polizei Informationen dazu herausgeben.

Maddies Eltern hatten Privatdetektive angeheuert und suchten auch weiter nach ihrer Tochter, nachdem die portugiesische Polizei 2008 die Ermittlungen eingestellt hatte. Auf Ersuchen der Regierung in London leitete die britische Polizei im Juli 2013 eigene Ermittlungen ein. Im Visier der britischen Fahnder sind derzeit 38 "Personen von Interesse". Im März hatte die britische Polizei berichtet, dass sie im Zusammenhang mit dem Fall Maddie nach einem Sexualtäter sucht, der bei Einbrüchen in Ferienwohnungen an der Algarve fünf Mädchen missbraucht haben soll.

Die britische Polizei rechnet mit gemeinsamen Ermittlungen mit ihren portugiesischen Kollegen. Er glaube, dass „die Aktivität in den kommenden Wochen beginnt“, schrieb Mark Rowley vom Ermittlerteam bei Scotland Yard in einem Brief an Medien am Dienstag. Britische Polizisten dürfen gegenwärtig in Portugal zwar Unterlagen sichten, jedoch nicht offiziell ermitteln.

dpa/afp/hn

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