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Tugce soll zwei Mädchen beschützt haben: Die Studentin bezahlte dafür mit ihrem Leben.

Was passierte in der Schicksalsnacht?

Fall Tugce: Zoff um das Wort "Hurensohn"

Offenbach - Was geschah auf dem Parkplatz? Die getötete Studentin Tugce habe den mutmaßlichen Täter als "Hurensohn" bezeichnet, sagt ein Freund des 18-Jährigen. Tugces Freundinnen bezweifeln das.

Vor wenigen Tagen erst wurde sie beigesetzt, jetzt kommen immer mehr Details im Fall der toten Tugce ans Licht. Der 18-Jährige, der die Studentin ins Koma geschlagen hat, soll in der Tatnacht betrunken gewesen sein, wie der Spiegel berichtet. Der Anwalt der Opferfamilie bestreitet dies. Laut dem Nachrichtenmagazin hat ein Freund des Schlägers außerdem ausgesagt, Tugce habe den 18-Jährigen "Hurensohn" genannt.

Drei von Tugces Freundinnen, die in der Tatnacht dabei waren, bezweifeln dies, wie die Bild-Zeitung berichtet. "Nie im Leben hat Tugce 'Hurensohn' gesagt", werden die jungen Frauen in dem Boulevardblatt zitiert. Nachdem die Gruppe von Frauen von den jungen Männern mehrmals beschimpft worden sei, hätten sie zwar geantwortet - das Wort Hurensohn sei dabei aber nicht gefallen.

Mutmaßlicher Täter sitzt in Untersuchungshaft

Vielmehr habe der 18-jährige mutmaßliche Täter Tugce als "Hurentochter" beschimpft. Außerdem seien von seiner Seite Kraftausdrücke wie "Schlampen", "Fotzen" oder "türkische Fresse" gefallen, so die Zeugenaussagen laut Bild.

Tugce war am 15. November auf dem Parkplatz vor einem Schnellrestaurant in Offenbach niedergeschlagen worden. Die junge Frau fiel ins Koma. Knapp zwei Wochen später wurden die lebenserhaltenden Maßnahmen im Krankenhaus abgestellt. Der mutmaßliche Täter sitzt in Untersuchungshaft und schweigt. Tugce soll zwei Mädchen zu Hilfe gekommen sein, die von dem 18-Jährigen und anderen bedrängt worden waren.

wei mit dpa

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