Fall des verhungerten Babys Florian - Verteidigung geht in Revision

Frankfurt (Oder) - Im Fall des verhungerten Babys Florian in Frankfurt (Oder) hat nun auch die Verteidigung Revision gegen das Urteil eingelegt. Der Verteidiger des Kindesvaters sei in Revision gegangen, sagte ein Sprecher des Landgerichts Frankfurt (Oder) am Montag.

Das Gericht hatte den 21-jährigen Mann zu zehn Jahren Haft und die 20-jährige Kindesmutter zu sieben Jahren Jugendhaft wegen gemeinschaftlichen Totschlags durch Unterlassen verurteilt. Das Urteil vom 15. August ist noch nicht rechtskräftig. Vergangene Woche hatte die Staatsanwaltschaft Revision eingelegt.

Die Anklagebehörde hatte für die Eltern höhere Strafen beantragt. Das Kind war im Februar im Alter von sechs Monaten gestorben; es wog weniger als zur Geburt. Laut Urteil sollen die Eltern das Kind unregelmäßig ernährt und den immer schwächer werdenden Jungen aus Angst vor sozialer Ächtung auch keinem Arzt vorgestellt haben. Die Richter erhoben zudem Vorwürfe gegen das städtische Jugendamt, das die Kindesmutter bis zu ihrer Volljährigkeit betreut hatte.

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