Falscher Terror-Alarm: Lange Haftstrafe

London - Der Mann löste an Bord eines Passagierjets einen falschen Terror-Alarm aus. Doch der Scherz ging nach hinten los. Jetzt muss der Mann lange ins Gefängnis.

Ein Gericht verurteilte den Briten zu drei Jahren Haft. Der 38-Jährige hatte auf dem Flug von Abu Dhabi nach London Heathrow Ende Januar einen Flugbegleiter zu sich gerufen und ihm gesagt, ein anderer Passagier habe ein Gewehr und gedroht, sich in die Luft zu sprengen. Daraufhin war die Maschine auf den Flughafen London-Stansted umgeleitet und dabei von zwei Militär-Fliegern begleitet worden.

Der 38-Jährige habe die Passagiere und andere Beteiligte in Angst und Schrecken versetzt, begründete der Richter im südenglischen Chelmsford am Freitag seine Entscheidung. Jeder, der sich so verhalte, müsse mit einer harten Strafe rechnen. An Bord der Maschine der saudi-arabischen Fluglinie Etihad Airways waren 163 Passagiere und die 15-köpfige Besatzung. Der Mann hatte gestanden und gesagt, er sei betrunken gewesen und habe Flugangst gehabt.

Sein Anwalt erklärte, sein Mandant habe seit längerem Depressionen und zu der Zeit Medikamente genommen. Der Brite war auf dem Rückweg von Australien, wo er 18 Jahre lang gelebt hatte. Er war zuvor jahrelang nicht geflogen. Der Vorfall passierte an dem Tag, an dem ein Selbstmordattentäter am Moskauer Flughafen 35 Menschen in den Tod riss.

dpa

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