Unternehmen hatte gute Rezensionen

Familie verliert alles: Dieser Fehler könnte jedem passieren

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Walsall Wood - Becky Szenk, Mark Higgins und Töchterchen Ariyah standen vor dem Nichts. Eigentlich wollten sie nur in eine neue Wohnung ziehen, doch eine alltägliche Entscheidung wurde ihnen zum Verhängnis.

Ein Umzug bedeutet Stress, besonders, wenn man ein kleines Kind hat und die neue Wohnung 20 Minuten entfernt ist. Packen, Putzen, Schleppen - wer würde da auf ein professionelles Umzugsunternehmen  verzichten wollen? Bedenken sollte man aber eines: Man vertraut diesem Umzugsunternehmen alles an. Möbel, Kleidung, Spielsachen, Erinnerungen. Die Mitarbeiter laden das komplette Hab und Gut in ihren Wagen. Gewöhnlich fahren sie es zum neuen Wohnsitz, aber es kann auch anders laufen.

Nur den Fernseher lädt die Familie ins eigene Auto

So passiert in England, wie der Mirror berichtete. Vor ein paar Jahren wollten Becky Szenk, damals 22, und Mark Higgins, 28, mit Tochter Ariyah, sieben Monate, von Bilston ins 8,5 Automeilen entfernte Walsall Wood ziehen. Sie betrieben dort den Pub „Horse and Jockey“. Becky Szenk suchte also ein Umzugsunternehmen. Auf Facebook wurde sie fündig. Die Seite machte einen hervorragenden Eindruck und hatte viele gute Bewertungen. 

Für den Umzugstag sollte die junge Familie all ihre Besitztümer in Kisten packen und ordentlich beschriften. Nicht weiter ungewöhnlich. Die Helfer kamen, schnappten sich die Kisten und luden sie in ihren weißen Lieferwagen. Nur den Fernseher packte das verlobte Paar ins eigene Auto, damit er nicht kaputt ging. Das Umzugsunternehmen war schnell. Innerhalb von 45 Minuten war die Wohnung geräumt. „Ich dachte das ist ein Zeichen von Professionalität“, sagte Mark Higgins dem Medium. War es nicht, die Helfer wollten schnell wieder verschwinden, wie sich kurze Zeit später herausstellte.

Die junge Familie wartete in ihrem Pub. Nach einer Stunde war der Van immer noch nicht da. „Ich habe bestimmt 20 Mal versucht, da anzurufen“, sagte Mark Higgins. Niemand war erreichbar und ihm wurde bewusst, dass jetzt alles verloren ist. „Ich habe noch nie so viel geweint wie an diesem Tag“, sagte Becky Szenk. Die Polizei nahm die Ermittlungen auf. Eine Welle der Hilfsbereitschaft baute die Familie wieder etwas auf. Sie bekamen Möbel, Kleidung und Spielsachen geschenkt. Mit gespendetem Geld ging es wieder aufwärts. Doch was ihnen niemand wiederbringen kann: Der Verlobungsring und alle Erinnerungsfotos, die die neuen vier Wände zum Zuhause machen sollten. 

sw

Rubriklistenbild: © Faceb ook/ Alertas Denúncias AQui

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