Die Polizei schätzt den Schaden auf mehrere Hunderttausend Euro. Foto: R. Priebe/Pr-Video
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Die Polizei schätzt den Schaden auf mehrere Hunderttausend Euro. Foto: R. Priebe/Pr-Video

Technischer Defekt

Flammen von Linienbus setzen Haus in Brand

Ein Linienbus steht in Flammen, der Fahrer und der einzige Passagier können sich retten. Doch dann greift das Feuer auf ein Wohnhaus in der Nähe über.

St. Leon-Rot (dpa) - Die Flammen eines brennenden Linienbusses haben in Baden-Württemberg auf ein nahes Haus übergegriffen und das Gebäude schwer beschädigt. Bei dem Unfall in St. Leon-Rot südlich von Heidelberg sei aber niemand verletzt worden, teilte die Polizei mit.

Der Gelenkbus des Verkehrsverbunds Rhein-Neckar (VRN) habe sich durch einen technischen Defekt im Bereich eines hinteren Reifens am Donnerstagabend selbst entzündet, teilten Brandexperten der Kriminalpolizei Heidelberg mit.

Ein Haus sei völlig ausgebrannt, und von den Nachbargebäuden sei eines derzeit einsturzgefährdet und ein anderes stark in Mitleidenschaft gezogen, sagte ein Polizeisprecher. Die Bewohner hätten die Häuser rechtzeitig verlassen können oder seien nicht zu Hause gewesen. "Es ist Gold wert, dass das nicht nachts passiert ist", meinte der Sprecher. Sachverständige könnten nun prüfen, ob etwa Funkenflug oder Hitzeentwicklung den Brand des Hauses verursacht haben könnte.

Die Fahrer nachfolgender Autos hatten den Busfahrer auf das Feuer aufmerksam gemacht, der verließ daraufhin zusammen mit dem einzigen Passagier den Bus. Unmittelbar danach stand das Fahrzeug der Polizei zufolge in Flammen - die dann auf ein zweistöckiges Wohnhaus übergriffen. Ein Bewohner konnte das Gebäude rechtzeitig verlassen.

Durch Löschwasser und Hitze seien zudem zwei angrenzende Häuser beschädigt worden, teilten die Behörden mit. Sie bezifferten den Sachschaden auf mehr als 500 000 Euro - wobei auf den rund zwei Jahre alten Bus nahezu 200 000 Euro entfallen dürften.

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