Die Aufstiegsparty von Hansa Rostock ohne Corona-Regeln: Der Verein stieg in die 2. Bundesliga auf.
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Die Aufstiegsparty von Hansa Rostock ohne Corona-Regeln: Der Verein stieg in die 2. Bundesliga auf.

10.000 feiern ohne Abstand

Rostocks Aufstiegsparty ohne Corona-Regeln: Nun ist bekannt, wie viele sich angesteckt haben

Die Fußballer des FC Hansa Rostock schafften den Zweitliga-Aufstieg. Zehntausend Menschen lagen sich in den Armen, als gäbe es kein Corona. Nun ist klar, wie viele infiziert sind.

Rostock - Tausende feiern und liegen sich ohne Abstand und Maske in den Armen: Solche Bilder kennt man in Deutschland eigentlich nur aus der Zeit vor Corona. Mittlerweile gehen bei Beobachtern sofort die Alarmglocken an. Auch in Rostock wurde von mehr als 10.000 feierwütigen Menschen ordentlich Party gemacht, anlässlich des Aufstiegs des FC Hansa. Nun steht fest, wie viele sich dabei infiziert haben: Keiner!

FC Hansa Rostock steigt auf - Stadtsprecherin nennt verblüffende Zahl an Neuinfektionen

Diese überraschende Tatsache machte Stadtsprecherin Kerstin Kanaa gegenüber Bild publik: „Dem Gesundheitsamt sind keinerlei Fälle, die mit dem Heimspiel des FC Hansa am 22. Mai in Verbindung gebracht werden könnten, bekannt.“

7.500 Zuschauer waren im Ostseestadion zugelassen gewesen, sie hatten sich auf Corona testen lassen und registrieren müssen. 3000 weitere Fans stießen hinzu, die Party verlagerte sich inklusive Bier und Böllern ins Leichtathletikstadion. Die Polizei griff laut einer vorher festgelegten Deeskalationstaktik nicht ein, wie Polizeichef Achim Segebarth erklärte - und das, obwohl die Gebote von Maskenpflicht und Abstandhalten von fast niemandem eingehalten wurden.

Coronavirus Rostock: Experte hatte steigende Infektionszahlen vermutet

Die Unkenrufe wurden schnell laut: Infektiologe Emil Reisinger (62), Infektiologe an der Uni Rostock und Mecklenburg-Vorpommerns Berater in Sachen Covid, sagte am folgenden Tag der Nachrichtenagentur dpa: „Ich rechne mit einer steigenden Zahl von Neuinfektionen.“ Die meisten Fans seien noch nicht geimpft gewesen, und es habe enger Körperkontakt bestanden.

Doch das Horrorszenario blieb aus. Niemand infizierte sich! Die Zahlen bleiben weiter niedrig: Rostocks Inzidenz liegt aktuell bei 11. (cg)

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