Gotthard-Bahnlinie: Arbeiter verschüttet

Luzern - Wegen eines schweren Felssturzes ist die Gotthard-Bahnlinie zwischen der Schweiz und Italien für mehrere Tage lahmgelegt worden. Mehrere Menschen kamen zu Schaden.

Bei dem Absturz von Tausenden Kubikmetern Gestein und Geröll wurde am Dienstag nahe Gurtnellen im Kanton Uri ein Bahnarbeiter verschüttet.

Zwei weitere Männer eines Bautrupps wurden verletzt, sie konnten geborgen und in ein Krankenhaus gebracht werden, teilte die Polizei mit.

Nach Angaben der Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) ist der Streckenabschnitt für mindestens drei Tage nicht zu befahren. Der Felssturz habe Gleise und Fahrleitungsmasten sowie eine Stützmauer beschädigt. An der selben Stelle hatten Felsbrocken bereits im März Gleise verschüttet. Die durch den Gotthard-Tunnel führende Autobahn ist nicht betroffen.

Die SBB empfehlen Bahnreisenden in Richtung Italien eine Verbindung via Simplon zu wählen. Auf der Gotthard-Linie seien zwischen Flüelen und Göschenen Ersatzbusse im Einsatz. Es müsse hier mit Verspätungen von bis zu 90 Minuten gerechnet werden. Die Gotthardbahn-Strecke zwischen Immensee und Chiasso ist 206 Kilometer lang.

dpa

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