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Die Organisatoren auf Werbetour.

„Es geht nicht ums Saufen auf einem Acker“

Irre! Fans veranstalten mehrtägiges Rockfestival OHNE Bands

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Hailtingen - Wer auf Festival-Atmosphäre samt Dixis, Crowdsurfing, Camping und lärmende Fans steht, aber auf Bands verzichten kann, für den gibt es jetzt ein Event mit einem auf den ersten Blick verrückten Konzept.

Rock-Festivals gibt es viele - von ganz groß bis ganz klein. Die Mega-Events wie Rock am Ring oder Hurricane überbieten sich gegenseitig damit, wer den zugkräftigsten Headliner hat. Eine Truppe aus Oberschwaben aber geht einen GANZ anderen Weg: Sie organisiert ein Rockfestival ohne Bands!

Schon der Name gibt vor, was Sache ist: „Festival ohne Bands“ heißt das Event, das in Hailtingen bei Biberach (Baden-Württemberg) stattfinden soll - vom 11. bis zum 14. Mai 2017, auf einer riesigen Wiese.

Dieses soll nach der Devise „3 Tage pures Festivalfeeling ohne Stress“ alles bieten, was ein Rockfestival so ausmacht: „Musik, Bühne, Festival-Fastfood, Innfield, Campen neben dem Auto, Dixis, verrückte Nachbarn, Flunky Ball, Crowdsurfing, Überraschungen und vieles mehr“, heißt es in einer Pressemitteilung. Und es gibt auch eine Bühne. Nur: Es wird dort keine einzige Band auftreten.

Finanziert wird die irre Idee via Crowdfunding, mit Erfolg: Von der benötigten Summe wurden bereits 71% erreicht (Stand 10.03.17), Deadline ist der 3. April 2017. Das Festival soll nur dann stattfinden, wenn das Crowdfunding-Ziel erreicht wird, sich also vorab genügend Leute eine Karte sichern. Ab 1000 Besuchern gibt es grünes Licht. Bei 2000 Gästen wäre das Festival ausverkauft. Das Drei-Tages-Ticket kostet 20 Euro.

„Die Idee zum Festival kam uns auf einem Festival, auf dem wir nicht viele Bands gesehen haben, jedoch einen beträchtlichen Ticketpreis zahlten“, werden die Veranstalter zitiert. „Da dachten wir uns das geht auch anders. Die große Zustimmung zeigt, dass viele genau darauf gewartet haben.“

Die Macher hoffen, dass das Event stattfinden kann. „Es sieht echt gut aus, haben gerade jeden Tag 1-2% Zuwachs“, so die Organisatoren bei Facebook. 

Wer steckt dahinter? „Wir sind ein Team aus neun Festivalfreaks. Die Hauptplanung liegt bei mir“, erklärte Cheforganisator David Lüke bei hoemepage.com. „Es geht nicht ums Saufen auf einem Acker, wer das machen möchte, braucht in der Tat keine 20,00 € für ein Ticket zahlen. Wir bieten ein komplettes Festival, mit allem, was dazu gehört, halt bis auf die Bands. Es gibt eine Bühne, Musik, ein Infield, Fressmeile, Merch und andere Einkaufsstände, einen Campingplatz, auf dem man neben dem Auto campen kann, Secus, … Es ist ein richtiges Festival, bei dem die vertraute, wohltuend verrückte Atmosphäre aufkommt, welche man nur dort hat.“

„Die Bühne ist ein wichtiger Fixpunkt auf dem Gelände“

In dem Interview erklärt Lüke auch, warum man nicht komplett auf eine Bühne verzichten werde. Was dort passiere, sei zunächst „top secret“. Lüke: „Die Bühne ist ein wichtiger Fixpunkt auf dem Gelände. Von dort kommt Musik, auch die bekannten Effekte werden von dort abgefeuert. Ohne Bühne würde mir etwas fehlen. Man fühlt sich auf einem Festival erst daheim, wenn es auch alles gibt, was es ‚daheim‘ gibt und was man gewohnt ist.“ Insofern dürfen natürlich auch die Dosenravioli und die „Helga“-Rufe nicht fehlen.

Weiterer Vorteil des ungewöhnlichen Konzepts: Man kann keine Bands verpassen - weil es keine gibt.

Armin Linder


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