+
Die Ölplattform "Abkatun Permanente" steht in Flammen.

Vor der mexikanischen Küste

Feuer auf Ölplattform nach Explosion gelöscht

Mexiko-Stadt - Schlimme Erinnerungen an „Deepwater Horizon“ werden wach: Fünf Jahre nach der Ölkatastrophe explodiert erneut eine Bohrinsel im Golf von Mexiko. Vier Menschen sterben.

Die Zahl der Verletzten infolge einer Explosion auf der Ölplattform „Abkatun Permanente“ im Golf von Mexiko ist auf 45 gestiegen. Mindestens vier Menschen kamen nach Behördenangaben bei dem Unfall vor der Südostküste Mexikos ums Leben. Zwei Verletzte seien im kritischen Zustand, teilte der mexikanische Betreiberkonzern Pemex mit. Beide sollten in ein Krankenhaus in Mexiko-Stadt verlegt werden. Die anderen Verletzten würden in der näher gelegenen Stadt Ciudad del Carmen behandelt. Überlebende berichteten, dass manche Arbeiter aus Angst vor den Flammen ins Meer sprangen.

Nach Angaben des Staatskonzerns Pemex floss bei dem Unglück kein Rohöl ins Meer. Spezialschiffe seien dabei, ausgelaufene Kohlenwasserstoffe aufzufangen, sagte Pemex-Chef Emilio Lozoya. Das Feuer sei am Mittwochabend (Ortszeit) gelöscht worden, schrieb die Firma auf ihrem Twitter-Account und dementierte Medienberichte, wonach die Flammen die Bohrinsel zum Einsturz gebracht hätten.

Bis zu zehn Schiffe waren stundenlang im Einsatz, um das Feuer auf der „Abkatun“ unter Kontrolle zu bringen. Laut der Firma mussten nach dem Ausbruch des Brandes am Mittwochmorgen 301 Menschen in Sicherheit gebracht werden. Der Brand wurde etwa 15 Stunden nach Ausbruch gelöscht. Das Feuer auf der Plattform werde nur minimale Auswirkungen auf die Produktion des Konzerns haben, da dort vor allem Öl verarbeitet wurde, sagte Lozoya.

Die Ursachen des Unglücks in der Bucht von Campeche im Süden des Golfs von Mexiko waren zunächst unklar. Nach ersten Erkenntnissen war das Feuer bei den Pump- und Entwässerungsanlagen der Plattform ausgebrochen. Mexikos Präsident Enrique Peña Nieto ordnete eine Untersuchung des Unglücks an.

Die Umweltorganisation Greenpeace forderte ein Ende der Ölförderung auf See. Die Explosion zeige erneut, wie gefährlich solche Arbeiten seien. „Fünf Jahre nach dem schweren Unfall der „Deepwater Horizon“ muss man leider feststellen, dass Unfälle nicht auszuschließen sind und jederzeit passieren können“, schrieb Greenpeace.

Elf Arbeiter waren 2010 bei einer Explosion auf der Bohrinsel „Deepwater Horizon“ im Golf von Mexiko gestorben. Das Unglück löste die bislang schwerste Ölpest in der Geschichte der USA aus.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Lotto am Samstag: Das sind die Gewinnzahlen
Saarbrücken - Jeden Samstag warten die Spieler auf das Ergebnis der Ziehung. Hier sind die Lottozahlen vom 21. Januar 2017.
Lotto am Samstag: Das sind die Gewinnzahlen
Bus wird bei Verona zur Todesfalle: Heldenhafter Sportlehrer
Verona - Mitten in der Nacht prallt ein Bus gegen einen Pfeiler und fängt Feuer, ein Schülerausflug endet auf grausame Weise. Ein Lehrer rettet offenbar mehreren …
Bus wird bei Verona zur Todesfalle: Heldenhafter Sportlehrer
Beim Sex in Disco gefilmt - Polizei fahndet nach Liebespaar
Stuttgart - Ein Paar hat sich in einer Stuttgarter Disco einschließen lassen, um dort ein Schäferstündchen zu verleben. Doch dann werden die Eindringlinge gefilmt und …
Beim Sex in Disco gefilmt - Polizei fahndet nach Liebespaar
Nach Amokfahrt: Säugling erliegt seinen Verletzungen
Melbourne - Die Amokfahrt eines jungen Mannes hat das fünfte Todesopfer gefordert. Ein Baby erlag seinen schweren Verletzungen. Der Fahrer soll psychische Probleme haben.
Nach Amokfahrt: Säugling erliegt seinen Verletzungen

Kommentare