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Obwohl vier Spezialflugzeuge am Donnerstag und Freitag Millionen Liter Wasser über die brennenden Wälder verteilten, war an ein Eindämmen der Flammen nicht zu denken.

Schwere Brände

Feuer in schwedischen Wäldern: Kein Ende in Sicht

Sala - Schweden hat den schlimmsten Waldbrand seiner jüngeren Geschichte noch lange nicht überstanden. Die Helfer konnten das Flammenmeer bisher nur eingrenzen. Nun hofft man auf Regen.

Die verheerenden Waldbrände in Schweden könnten bis in den Herbst hinein wüten. Obwohl vier Spezialflugzeuge am Donnerstag und Freitag Millionen Liter Wasser über die brennenden Wälder verteilten, war an ein Eindämmen der Flammen nicht zu denken. Einziger Erfolg: „Es ist uns gelungen, den Brand in den Begrenzungslinien zu halten, die wir gezogen haben“, sagte Einsatzleiter Lars-Göran Uddholm dem schwedischen Rundfunk.

Erst bei einer längerfristigen Wetterveränderung könnte es Hoffnung geben, das Feuer unter Kontrolle zu bekommen. „Bei dem sonnigen und trockenen Wetter ist das Brandrisiko sehr groß“, sagte ein Sprecher der mittelschwedischen Provinz Västmanland der Tageszeitung „Dagens Nyheter“.

„So lange es keine größeren Regenmengen gibt, flammen die Brandherde immer wieder neu auf“, erklärte der Sprecher. Um das Feuer an der Oberfläche zu löschen, seien mindestens 50 bis 70 Millimeter Niederschlag nötig, sagte ein Brandexperte der Zeitung. Noch ist allerdings kein Regen in Sicht.

Rund 300 Einwohner der Dörfer um das Feuer durften am Freitag trotzdem in ihre Häuser zurückkehren. „Aber sie müssen akzeptieren, dass sie sie vielleicht wieder verlassen müssen“, sagte Einsatzleiter Uddholm. „Die Situation kann sich ganz plötzlich ändern.“

Das Feuer in Mittelschweden gilt als der schlimmste Waldbrand in der jüngeren Geschichte des Landes - und hat bereits ein Menschenleben gefordert. Am Donnerstag hatte Schwedens Ministerpräsident Fredrik Reinfeldt die Brandregion besucht.

dpa

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