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Das Archivfoto aus dem Jahr 2001 zeigt einen Metroriten über dem US-Bundesstaat Washington.

Notrufe in Süddeutschland

Feuerball am Himmel: Panik in Bayern und BaWü

Freiburg - Meteorit oder Weltraumschrott? Ein helles Licht am Himmel hat die Menschen in Teilen Süddeutschlands verunsichert. Bei der Polizei gingen zahlreiche Notrufe ein.

Ein helles Licht am nächtlichen Himmel hat in weiten Teilen Süddeutschlands für Aufsehen gesorgt. Offen blieb zunächst, wodurch das Phänomen verursacht wurde - Auslöser könnten ein Meteorit oder Weltraumschrott gewesen sein. Wie es etwa von der Polizei in Freiburg hieß, war die ungewöhnliche Erscheinung in der Nacht zum Dienstag weithin sichtbar. Sie war mehrere Sekunden am Himmel zu beobachten und leuchtete in unterschiedlichen Farben auf.

Viele Menschen wählten beunruhigt den Notruf. Über einen Einschlag oder über Schäden wurde nichts bekannt. Das Phänomen soll in Baden-Württemberg, Bayern, Rheinland-Pfalz und Hessen zu sehen gewesen sein, aber auch in Österreich, Frankreich und der Schweiz.

Ein Leserreporter des Onlineportals "20 Minuten" aus der Schweiz hat den Feuerball gefilmt.

Internetvideos sollen Flugbahn rekonstruieren

„Ein Meteorit oder Weltraumschrott wären am plausibelsten“, sagte die Astrophysikerin Carolin Liefke vom Max-Planck-Institut für Astronomie in Heidelberg. Die Klärung des Ursprungs sei schwierig und werde wohl noch einige Tage dauern. Es werde nun versucht, anhand von Fotos und Internetvideos die Flugbahn des Objekts zu rekonstruieren. Für Weltraumschrott spreche zum Beispiel die langsame Geschwindigkeit des Objekts.

Für Rainer Kresken, Weltraum-Ingenieur bei der Europäischen Raumfahrtorganisation Esa, könnte es sich um einen Satelliten gehandelt haben. Typisch dafür sei die Flugrichtung von Westen nach Osten, meinte Kresken am Dienstag im Esa-Satellitenkontrollzentrum Esoc in Darmstadt.

Auch er sagte, das Objekt sei „auffallend langsam“ gewesen. Da offiziell kein Satellit vermisst werde, könnte es sich sogar um ein geheimes Objekt - um einen Spionage-Satelliten - gehandelt haben. Es sei aber auch nicht auszuschließen, dass es ein natürlicher Felsbrocken war.

Der Feuerball soll für etwa 15 Sekunden am Himmel zu sehen gewesen sein, wegen des guten Wetters war er gut sichtbar. „Die Flugrichtung war West nach Ost, die Helligkeit in etwa vergleichbar mit der eines Halbmondes“, sagte die Astrophysikerin Liefke.

Haben Sie ein Foto gemacht? Unter www.tz.de/leserreporter/ können Sie es der Onlineredaktion der tz schicken.

dpa

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