Feuerbestattung und Ost-Konkurrenz

Sarghersteller in der Krise

Bonn - Rückgang um 19 Prozent: Der Trend zur Feuerbestattung und Konkurrenz aus Osteuropa machen den deutschen Sargherstellern zu schaffen.

Bei den Betrieben mit mehr als 20 Beschäftigten sei von 2008 bis 2011 die Zahl der hergestellten Särge um 19 Prozent auf 146 000 gesunken, teilte der Verband der Deutschen Zulieferindustrie für das Bestattungsgewerbe (VDZB) am Dienstag in Bonn mit. Im ersten Halbjahr 2012 wurden rund 75 000 Särge produziert. Für das laufende Jahr erwarten die Hersteller daher „bestenfalls eine Stagnation der inländischen Sargproduktion“.

Mittlerweile stammten schätzungsweise mindestens 60 Prozent der im Inland angebotenen Särge aus Osteuropa. Außerdem sei die Zahl der Feuerbestattungen in den letzten zehn Jahren dramatisch angestiegen. „Der Trend zur Feuerbestattung hat dazu geführt, dass das stückzahlmäßig relevante Mittelklassesortiment der deutschen Sarghersteller und damit eine der tragenden Säulen der Inlandsproduktion nahezu komplett weggebrochen ist“, berichtete der Verband. Betriebsschließungen seien zu erwarten. In dem Verband sind 64 große Sarghersteller organisiert.

dpa

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