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Nicht nur lustig: Während Millionen Menschen in Deutschland den Jahreswechsel mit Feuerwerk und Böllern ausgelassen feierten, wurden Polizisten und Feuerwehrleute vielfach das Ziel aggressiver Attacken.

Zunehmende Gewalt

Feuerwehr und Polizei beklagen Angriffe zu Silvester

Berlin - Der Rauch der Silvesterböller ist mittlerweile verzogen, einige Vorfälle aus der Nacht des Jahreswechsels wirken aber nach: Erneut wurden Polizisten und Feuerwehrleute angegriffen.

Für einige sind die Attacken Beleg für die schwindende Achtung vor Einsatzkräften.

Nach Angriffen mit Böllern und Bierflaschen in der Silvesternacht klagen Feuerwehrleute und Polizisten über zunehmende Gewalt und mangelnden Respekt. In mehreren Städten berichteten Beamte von Attacken auf ihre Fahrzeuge - etwa im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen und in der Hauptstadt Berlin.

„Mittlerweile haben viele Einsatzkräfte landesweit Angst vor Angriffen bei solchen Einsätzen, etwa an Silvester oder Karneval“, sagte Christoph Schöneborn, Landesgeschäftsführer des Verbandes der Feuerwehren in NRW, am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. „Solche Vorfälle sind zwar immer noch Einzelfälle, aber sie nehmen ganz klar zu.“ Unter anderem hatte in Hagen eine fliegende Bierflasche die Windschutzscheibe eines Rettungswagens zersplittern lassen.

Im Berliner Stadtteil Neukölln hatten Unbekannte ein Feuerwehrauto mit Böllern attackiert - nach Polizeiangaben schoben sie sogar eine ganze Feuerwerks-Batterie unter das Fahrzeug der Helfer. „Wir kennen das schon seit langer Zeit. Einerseits sind wir Staat. Das heißt, wenn wir tätig werden, werden wir von einigen Gruppen in der Bevölkerung auch angegriffen“, sagte der Berliner Landesbranddirektor Wilfried Gräfling am Donnerstagabend im Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb). Andererseits kämen an Silvester Übermut, Gruppendynamik und Alkohol zusammen - die Angriffe seien „unerhört“.

Auch die Berliner Polizei berichtete von gefährlichen Zwischenfällen. Ein Streifenwagen sei mit Pflastersteinen beworfen worden und bis zu 100 Jugendliche hätten Beamte mit Feuerwerkskörpern attackiert, die sich daraufhin sogar zwischenzeitlich zurückziehen mussten. Die Angriffe hätten die weitestgehend friedliche Silvesterfeier in der Hauptstadt überschattet.

dpa

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