Maskenpflicht im Lockdown

Anstatt FFP2-Masken: Virologin schlägt günstige Alternative vor - „genauso gut“

  • Franziska Konrad
    vonFranziska Konrad
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Im Corona-Lockdown boomt die Nachfrage nach FFP2-Masken. Vielerorts ist der Mundschutz bereits vergriffen. Eine Virologe schlägt nun eine Alternative vor.

  • Beim Corona-Gipfel am Dienstag (19. Januar) wird auch über eine deutschlandweite FFP-2-Maskenpflicht diskutiert.
  • Für Geschäfte und den öffentlichen Nahverkehr gilt diese Regel bereits seit dieser Woche in Bayern.
  • Eine Virologin schlägt jetzt jedoch eine andere Masken-Alternative vor.

Hamburg - Folgt nach Bayern bald in ganz Deutschland eine FFP2-Maskenpflicht? Die Antwort darauf ist zwar noch ungewiss, doch bereits jetzt im Corona*-Lockdown ist dieser Mundschutz vielerorts vergriffen.

Corona in Deutschland: Virologin schlägt Alternative zu FFP2-Masken vor

Eine Alternative zu den heiß begehrten FFP2-Masken hat nun Virologin Ulrike Protzer im ARD-Morgenmagazin vorgeschlagen. Dort betonte die Virologin: In erster Linie ginge es darum, dass die Mundschutze medizinisch zertifiziert seien.

OP-Masken sind laut Virologin Ulrike Protzer genauso gut wie FFP2-Masken.

Als Alternative schlägt sie daher OP-Masken vor. Der medizinische Mund-Nasen-Schutz erfüllt bereits von Haus aus eine hohe Filterleistung. „Der Vorteil der OP-Maske ist, und deshalb werden sie international breit empfohlen, dass sie jeder tragen kann und dass sie angenehm zu tragen sind und, dass sie eine sehr, sehr gute Filterleistung haben. Eigentlich genauso gut wie die FFP2-Masken“, so Protzer.

Corona-Lockdown in Deutschland: OP-Masken anstatt FFP2-Masken - Virologin nennt Vorteile

Abgesehen davon, biete dieser Corona*-Mundschutz - im Gegensatz zur FFP2-Maske - weitere Vorteile: So sei die OP-Maske beispielsweise angenehmer zu tragen und müsse nicht nach 75 Minuten abgenommen werden, wie es der Arbeitsschutz vorschreibt. Dazu kommt: Laut der amerikanischen Arzneimittelbehörde seien die FFP2-Masken für Bartträger ungeeignet, betonte Protzer.

Daher schlägt die Virologin vor, beide Masken in der Corona*-Pandemie zuzulassen. Somit bliebe die Mundschutz-Wahl dem Träger überlassen. „Also auch das ist was, was man mit in die Diskussion mit einbeziehen müsste. Deswegen: Medizinische Masken besser als Alltagsmasken – keine Frage. Aber die OP-Maske in meiner Einschätzung, ist genauso gut, wie die FFP2-Maske und billiger.“

FFP2-Masken sind Einwegprodukte, die man nach Gebrauch wegwerfen sollte. Jedoch gibt es eine Möglichkeit, sie mehrmals zu verwenden*. Auch, dass die FFP2-Masken teuer sind und enorm Müll produzieren ist bekannt. Ein Unternehmer aus dem bayerischen Germering* schafft nun Abhilfe. *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks. (kof)

Rubriklistenbild: © Frank Rumpenhorst/dpa

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