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FFP2-Überraschung: Studie zeigt brisanten Unterschied für Schutz vor Omikron gegenüber Delta

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Von: Richard Strobl

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Die Omikron-Variante des Coronavirus gilt als deutlich ansteckender. Doch laut einer Studie schützen FFP2-Masken besser vor der neuen Mutation, als etwa vor Delta.

Göttingen - Die Omikron-Welle hat mittlerweile auch Deutschland erreicht. Die Infektionszahlen schnellen in die Höhe und auch die Inzidenz steigt rapide. Das liegt vor allem auch daran, dass die neue Corona-Variante deutlich ansteckender ist, als etwa die zuvor dominante Delta-Mutante. Umso überraschender sind nun Studienergebnisse des Max-Planck-Instituts zur Schutzwirkung von FFP2-Masken bei Omikron.

Corona-Schutz durch FFP2-Maske: Studien-Daten sind eindeutig

Schon lange gelten FFP2-Masken als wirksames Mittel, um eine Ansteckung mit dem Coronavirus zu verhindern. Dementsprechend verhängte die Politik vielerorts eine Maskenpflicht. Im Dezember hatte das Max-Planck-Institut diesen Schritt durch eine Studie untermauert.

Tragen eine infizierte und eine nicht-infizierte Person bei einem Treffen beide gut sitzende FFP2- oder KN95-Masken, „beträgt das maximale Ansteckungsrisiko nach 20 Minuten selbst auf kürzeste Distanz kaum mehr als ein Promille“, heißt es in der Studie. Sitzen die Masken schlecht - strömt also mehr Luft an der Maske vorbei, steigt die Wahrscheinlichkeit für eine Infektion auf etwa vier Prozent. Bei OP-Masken beträgt die Wahrscheinlichkeit im selben Szenario zehn Prozent.

Omikron-Schutz durch FFP2-Maske: Überraschende Studie aus Deutschland

Die Ergebnisse aus dem Dezember hat nun ein Team des Max-Planck-Instituts unter der Leitung von Mohsen Bagheri in einer Studie erweitert und einen Vergleich zwischen Omikron- und Delta-Variante angestellt.

Die überraschende Erkenntnis: Das Risiko ist bei Omikron geringer, als bei Delta - wenn jeder einen Mund-Nasen-Schutz trägt. Bagheri stellt aber auch klar, dass das Infektionsrisiko dennoch auch in diesem Fall nicht bei null liegt.

Die Forscher sind bei ihrer Berechnung davon ausgegangen, dass Omikron dreimal ansteckender sei als die Delta-Variante und hauptsächlich in den oberen Atemwegen auftritt. Letzteres hatten andere Studien zuvor nahegelegt. (rjs)

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