Wie im Film: Mit Zunge an Laterne festgefroren

Prag - Bei knapp minus 40 Grad war das nun wahrlich keine gute Idee: Drei Jugendliche sind in Tschechien mit ihren Zungen an Laternenpfosten festgefroren, nachdem sie den Frost ablecken wollten. 

Die Gemeinde Kvilda an der Grenze zu Bayern hält weiter den Kälterekord in Tschechien. Dort zeigte das Thermometer am Montag minus 39,4 Grad. Auch in der tschechischen Hauptstadt Prag war es mit minus 19,2 Grad ungewöhnlich kalt.

Drei Jugendliche angefroren

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Die Feuerwehr warnte unterdessen eindringlich davor, Metallgegenstände zu berühren. Bereits drei tschechische Jugendliche froren seit dem Kälteeinbruch vor einer Woche mit ihrer Zunge an Laternenpfosten fest. Sie wollten den Frost lecken. Zuletzt mussten die Beamten in der Gemeinde Chodov einen 14-Jährigen mit warmen Tüchern aus seiner prekären Lage befreien.

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Die Extremkälte forderte am Wochenende mindestens fünf Tote, wie tschechische Zeitungen am Montag berichteten. Drei Obdachlose starben an Erfrierungen. Zwei ältere Menschen kamen ums Leben, nachdem ihre Heizungsanlagen Feuer gefangen hatten. Ein 66 Jahre alter Mann starb aufgrund eines defekten Abzugs an einer Kohlenmonoxid-Vergiftung.

Massive Behinderungen verursachte das eisige Winterwetter im Bahnverkehr. Eingefrorener Diesel-Kraftstoff, Frostschäden an Schienen und gebrochene Wasserleitungen führten am Montag auf wichtigen Eisenbahn-Verbindungen zu stundenlangen Verzögerungen. Passagiere mussten teilweise mit Ersatzbussen weiterfahren.

dpa

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