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Finger sagen viel über das spätere Aussehen von Jungen aus.

"Schau mir auf die Finger, Kleines"

Wien - Kleinen Jungen auf die Finger zu sehen, könnte ein Blick in die Zukunft sein. Wiener Forscher haben nun erstaunliche Zusammenhänge über die Fingerlänge und das spätere Aussehen von Männern entdeckt.

Typisch maskuline Züge seien schon im frühen Kindesalter erkennbar - an der Fingerlänge. Zu diesem Schluss kommen Verhaltensbiologen der Universität Wien in einer Studie, die im Fachjournal „Proceedings of the Royal Society B“ veröffentlicht wurde. Sie hatten die Gesichtszüge und die Fingerlänge von vier- bis elfjährigen Jungen aus Oberösterreich analysiert.

Die Daten stützten die These, dass „bestimmte männliche Gesichtscharakteristika, die Maskulinität und Dominanz signalisieren, schon früh im Lebenszyklus festgelegt werden“. Ein männlicheres Erscheinungsbild bei Jungen könnte dazu führen, dass die Umwelt auf dieses Kind anders reagiert als auf einen Jungen mit grazileren Gesichtszügen, erläuterte Katrin Schäfer, unter deren Leitung die Studie entstand.

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Ein Zusammenhang von Fingerlänge und maskulinen Charakteristika in den Gesichtszügen sei bisher nur bei erwachsenen Männern bekannt gewesen, sagte die Anthropologin der Nachrichtenagentur dpa. „Jetzt wissen wir, dass es diesen Zusammenhang schon vor der Pubertät gibt.“

Das Längenverhältnis zwischen Zeigefinger und Ringfinger, das von Forschern als „2D:4D-Verhältnis“ bezeichnet wird, gilt schon länger als ein Parameter dafür, welchen Hormonen Babys im Mutterleib ausgesetzt waren. Ein niedriger 2D:4D-Wert, also ein im Verhältnis längerer Ringfinger, deutet dabei auf einen höheren Testosteronwert hin.

In ihrer Studie belegen die Wiener Forscher nun, dass der bereits bekannte Zusammenhang von niedrigem 2D:4D-Wert und Gesichtsmerkmalen, die als männlich und dominant aufgefasst werden, bereits für kleine Jungen gilt. Die sozialen Konsequenzen müssten noch untersucht werden, schreiben die Forscher.

dpa

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