Firma plant erste wiederverwendbare Rakete

Washington - Es ist eine kühne Idee: Eine Weltraumrakete, die sich nach dem Start wieder selbst zur Erde zurücksteuert. Ein US-Unternehmen will sie entwickeln und damit die Raumfahrt revolutionieren.

Die US-Firma Space X will die erste komplett wiederverwendbare Rakete der Raumfahrtgeschichte entwickeln. Das gab Unternehmenschef Elon Musk am Donnerstag in Washington bekannt. Demnach ist geplant, dass die erste und zweite Raketenstufe nach dem Aussetzen einer Raumkapsel im All wieder exakt auf der Startrampe landen, von der sie abgehoben hatten.

Musk sprach von einer möglichen Revolutionierung der Raumfahrt. Bis jetzt hat es zwar wiederverwendbare Raumfahrzeuge wie die inzwischen eingemotteten Space Shuttle der Nasa gegeben. Aber die Raketen, mit denen sie ins All befördert wurden, ließen sich nur ein einziges Mal verwenden. Musk zufolge könnte das von Space X geplante System Startkosten auf ein Hundertstel reduzieren.

Der Topmanager räumte ein, dass eine Umsetzung des in Simulierungen funktionierenden Konzepts nicht einfach werde. Eine Rakete , die sich selbst zur Erde zurücksteuere, sei viel komplexer als die bisherigen Systeme. Eine Herausforderung liege auch darin, dass die nötigen zusätzlichen Komponenten das Gewicht erhöhten.

Das technische Problem sei groß, sagte Musk vor Journalisten. “Ich war mir nicht sicher, ob es gelöst werden kann, und dann vor kurzem, in den vergangenen zwölf Monaten oder so, bin ich zum Schluss gekommen, dass es gelöst werden kann, und Space X wird versuchen, das zu tun.“

Das Unternehmen arbeitet zurzeit auch an der Entwicklung eines kommerziellen Raumfahrzeuges, das künftig Astronauten und Nutzlast zur Internationalen Raumstation ISS bringen soll. Die Kapsel hat bereits einen Testflug im Erd-Orbit absolviert und wird Musk zufolge wahrscheinlich im Frühjahr 2012 unbemannt ihre erste Tour zur ISS unternehmen. Nach der kürzlichen Stilllegung der Space Shuttle ist die Nasa bei Astronauten-Reisen zur Raumstation ganz auf die russischen Sojus-Fahrzeuge angewiesen.

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