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Der schwer autistische Ben Carter trinkt seit zwölf Jahren nur aus ein und dem selben Tassen-Modell

Happy End für autistischen Ben (14)

Bub braucht bestimmte Tasse, um zu überleben: Papa startet Internet-Aufruf

Devon -  Ben Carter trinkt nur aus türkisfarbenen Schnabeltassen einer bestimmten Marke. Als sein aktuelles Modell kaputt geht, beginnt für seine Familie ein Wettlauf mit der Zeit.

Ben Carter ist ein 14-jähriger Junge aus Devon in Großbritannien. Er leidet unter einer sehr starken Form des Autismus, weshalb er seit seinem zweiten Lebensjahr ausschließlich aus immer dem gleichen Tassen-Modell, einer türkisfarbenen Schnabeltasse der Marke Tommee Tippee, trinkt. 

Die Produktion des besagten Modells wurde bereits vor zehn Jahren eingestellt. Nun war auch das aktuelle, von Ben verwendete Exemplar nach drei Jahren so stark abgenutzt, dass der Junge nicht weiter daraus trinken konnte. Wie schon in den Jahren zuvor, versuchten die Eltern an eine neue Tasse für ihren Sohn zu gelangen, doch diesmal blieben sie erfolglos. Nirgendwo schien es noch eine der türkisfarbenen Schnabeltassen zu geben. Weil Ben sich weigerte, aus einer anderen Tasse zu trinken, musste er bereits mit Anzeichen von Dehydration ins Krankenhaus eingeliefert werden, berichten verschiedene britische Medien.

Eltern geben alles um Ben zu helfen

Schließlich startete sein verzweifelter Vater Marc eine Online-Kampagne, um auf sein Problem und die Sorge um seinen Sohn aufmerksam zu machen. Er hoffte, dass, wenn schon nicht in nächster Nähe, sich sonst irgendwo auf der Welt vielleicht noch eine neue Tommee-Tippee-Schnabeltasse für Ben finden lassen würde. Sein Aufruf wurde innerhalb kurzer Zeit über 20.000 Mal retweetet und erlangte in vielen Internet-Foren großes Aufsehen.

Nach und nach trudelten bei den Carters immer mehr grünblaue Original-Tassen ein, die Menschen auf der ganzen Welt aus ihren Schränken gekramt hatten, um dem autistischen Jungen zu helfen. Vater Marc, gerührt von der großen Anteilnahme der Internet-Gemeinde, zeigte sich kurzzeitig beruhigt, durch die beträchtliche Anzahl an Tassen, die ihm für Ben zugeschickt wurden. Doch es sollte noch besser werden.

Hersteller hat rettende Idee

Der Hersteller Tomme Tippee, der auf die Anfrage des Vaters hin einige Monate zuvor eine Nachproduktion der Tassen ausgeschlossen hatte, blieb von dem Medienrummel ebenfalls nicht unberührt. Schließlich vermeldete die Firma, dass man in einer Produktionsstätte in China noch die Möglichkeit gefunden habe, dort 500 der Original-Exemplare für Ben herzustellen. Man hoffe, dass die Familie sich nie wieder sorgen darum machen müsse, wie und woher sie eine neue Tasse für Ben bekommen könne, vermeldete der Hersteller im Internet.

“Es ist ein Schock und eine Überraschung und auch ein bisschen seltsam dass sie das wirklich geschafft haben“, so Vater Marc überglücklich in einem Video. „Ich kann nicht aufhören zu lächeln.“ die hohe Anteilnahme der Internet-Nutzer sowie die Großzügigkeit des Herstellers haben Ben sozusagen das Leben gerettet.

kah

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