+
Die Kadaver der toten Fische bergen Feuerwehrleute aus dem Wasser des Stausees.

Fischsterben im Baldeneysee - Polizei ermittelt

Düsseldorf - Nach dem Fischsterben im Essener Baldeneysee hat die Feuerwehr am Samstag die Bergung der Tierkadaver fortgesetzt. Noch immer ist unklar, wie es dazu kam, dass die Tiere durch Giftstoffe getötet worden waren.

In dem Stausee im Süden der Ruhrgebietsstadt waren am Freitag tausende Fische durch unbekannte Giftstoffe getötet worden. Die Suche nach dem Verursacher habe noch keine Ergebnisse gebracht, sagte ein Sprecher der Essener Polizei am Samstag.

Feuerwehr und Kräfte der Wasserrettungsorganisation DLRG hatten bis zum späten Freitagabend die auf der Wasseroberfläche treibenden toten Fische eingesammelt. Am Samstag suchten sie die Ufer des Ruhr-Stausees ab. Die Aktion werde voraussichtlich bis zum Nachmittag dauern, sagte Feuerwehr-Sprecher Mike Filzen. Es seien bisher mehrere Tausend Fische eingesammelt worden. Eine genau Zahl könne er nicht nennen. Tote Fische könnten auch bereits zum Boden des Sees gesunken sein.

Das Gift war vermutlich durch den Deilbach in den See gelangt. Der Bach durchquert ein Gewerbegebiet, wo er unterirdisch durch einen Kanal geführt wird. Eine Kläranlage gibt es nach Angaben des nordrhein-westfälischen Umweltministeriums in diesem Bereich nicht. Erste Messungen hatten einen hohen ph-Wert ergeben, der nach Angaben der Polizei im Laufe des Freitags deutlich zurückgegangen war. Der Baldeneysee ist in den 1930er Jahren durch eine Aufstauung der Ruhr entstanden. Er ist ein beliebtes Naherholungsgebiet.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Fahrer macht Pinkelpause - Mann kapert Tram in Wien
Wien - Ungewöhnliche Spritzfahrt in Wien: Während der Fahrer auf Pinkelpause war, hat ein Unbekannter eine Straßenbahn gekapert.
Fahrer macht Pinkelpause - Mann kapert Tram in Wien
Nach Gefängnisaufstand in Brasilien: Zwei abgetrennte Köpfe entdeckt
Natal - Nach einem neuerlichen Gefängnisaufstand im Nordosten Brasiliens haben Gerichtsmediziner in der Haftanstalt Überreste von mindestens zwei Leichen gefunden.
Nach Gefängnisaufstand in Brasilien: Zwei abgetrennte Köpfe entdeckt
Erdbeben erschüttert Salomonen-Inseln und Papua-Neuguinea
Sydney - Ein schweres Erdbeben der Stärke 7,9 hat die Region um die Inselgruppe der Salomonen und Papua-Neuguinea im Südpazifik erschüttert.
Erdbeben erschüttert Salomonen-Inseln und Papua-Neuguinea
Bedrohte Säbelantilopen im Tschad ausgewildert
Mit ihren gebogenen Hörnern ist die Säbelantilope ein stattlicher Anblick. Tierforscher wollen sie mit einer Auswilderungsaktion retten.
Bedrohte Säbelantilopen im Tschad ausgewildert

Kommentare