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32 vor Florida gestrandete Delfine gerettet

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- Key West - In einer dramatischen Rettungsaktion vor der Küste Floridas haben Helfer am Wochenende 32 gestrandete Delfine vor dem Tod bewahrt. Von den insgesamt 70 Tieren, die vergangene Woche angeschwemmt wurden, mussten allerdings 15 eingeschläfert werden, sagte Laura Engleby, Sprecherin der Fischereibehörde NOAA Fisheries, am Sonntag in Marathon. 8 Delfine verendeten.

Die geretteten Tiere seien in drei Schutzstationen in Florida gebracht worden und hätten sich bereits gut erholt, sagte Engleby. Drei Tage lang waren die Tiere vor Marathon auf der Inselkette der Keys in seichtem Wasser gestrandet. Helfer standen stundenlang in eiskaltem Wasser, um die Delfine feucht und ihre Atemlöcher über Wasser zu halten. Es gelang ihnen, rund 20 von ihnen zurück ins Meer zu bugsieren. Am Samstag wurden die restlichen mit Speziallastwagen in die Schutzstationen gebracht.

Warum die Tiere in seichtes Wasser gerieten, sei noch unklar, sagte die Sprecherin der Schutzbehörde für Meerestiere in Florida, Cheva Heck. Blutproben hätten gezeigt, dass einige Delfine Infektionen hatten. "Es ist möglich, dass die kranken Tiere ins seichte Wasser schwammen und die anderen einfach folgten. Delfine sind sehr sozial", sagte Heck.

Die Zeitung "Key West Citizen" verwies darauf, dass frühere Strandungen von Delfinen auf den Einsatz von Sonargeräten bei MarineÜbungen und die Blütezeit giftiger Algen zurückgeführt worden seien. Vor der Küste von Key West fand Anfang vergangener Woche eine MarineÜbung statt. Die Algenblüte liegt zwei Wochen zurück. 

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