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Die Touristin ist aus dem Fenster im dritten Stock des Hotel Agra Mahal gesprungen.

In diesem indischem Hotel

Angst vor Vergewaltigung: Britin springt aus Fenster

Agra - Eine britische Touristin ist in Indien aus Angst vor einer Vergewaltigung aus dem Fenster im dritten Stock ihres Hotels gesprungen und hat sich ein Bein gebrochen.

Schon wieder macht ein versuchter sexueller Übergriff in Indien Schlagzeilen. Die Frau wusste sich nicht mehr anders zu helfen, als kurzerhand aus dem Fenster im dritten Stock des Hotelzimmers zu springen. Dabei brach sich die Britin ein Bein.

Der Hotelbesitzer und ein Wachmann klopften demnach um 04.00 Uhr an die Tür ihres Zimmers in der Taj-Mahal-Stadt Agra, daraufhin sei die Touristin in Panik geraten. Die Männer wollten ihr nach Aussage der Frau eine Massage anbieten, sagte der Polizeisprecher weiter. Der Nachrichtensender NDTV berichtete, dass sich der Hotelbesitzer Zutritt zu ihrem Raum verschafft habe.

Erst vor wenigen Tagen war eine Schweizerin in Zentralindien von mehreren Männern vergewaltigt worden. Die sechs Tatverdächtigen seien am Dienstag vom Polizeigewahrsam in ein Gefängnis verlegt worden, sagte der Polizeipräsident des Distrikts, C. S. Solanki.

Derzeit würden DNA-Proben der sechs Männer untersucht. Der Polizeipräsident versprach, dass seine Beamten alle notwendigen Dokumente innerhalb einer Woche zusammentragen werden, obwohl ihnen dafür eigentlich 90 Tage Zeit zustehe. Er zeigte sich zuversichtlich, dass der Fall schnell gelöst werde: „Wir haben genügend Beweise“, sagte er. Nach Angaben der Schweizer Botschaft erholt sich das Ehepaar weiter in der Hauptstadt Neu Delhi.

Das Auswärtige Amt ergänzte seine Reise- und Sicherheitshinweise für Indien. Dort hieß es bislang, Reisende, insbesondere Frauen, sollten sich „stets von Vorsicht leiten lassen“. Diesem Hinweis wurde nun der Einschub hinzugefügt: „insbesondere vor dem Hintergrund zuletzt vermehrt berichteter sexueller Übergriffe“. Statistisch gesehen ist die Gefahr einer Vergewaltigung bei jährlich mehr als sechs Millionen (männlichen und weiblichen) Besuchern äußerst gering.

dpa

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