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Flüchtlingsstrom auf die Kanaren hält an

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- Madrid - Angesichts des anhaltenden Zustroms von Bootsflüchtlingen aus Afrika haben die Kanarischen Inseln von der Zentralregierung in Madrid die Einrichtung eines Krisenstabs verlangt: «Wir befinden uns in einer Situation des Notstands». Das sagte der Ministerpräsident der autonomen spanischen Region der Kanaren, Adán Martín, nach Presseberichten.

Am Donnerstag hatten 344 Afrikaner die Inselgruppe erreicht. In einem der insgesamt sechs Boote waren zwei Flüchtlinge auf der Überfahrt von der westafrikanischen Küste auf die Kanaren gestorben.

Der Regierungschef betonte, bei der Aufnahme der illegalen Zuwanderer seien die Inseln überfordert. «Jeden Tag erleben wir es, dass die Rekordzahl der Ankömmlinge vom Vortag übertroffen wurde. So kann es nicht weitergehen.»

Seit Jahresbeginn gelangten 16 600 illegale Zuwanderer auf die Kanaren, drei Mal so viele wie im gesamten Jahr 2005. Seit Anfang August waren es 3300.

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