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Der Flugdatenschreiber registriert technische Werte wie Flughöhe, Geschwindigkeit oder Benzinverbrauch.

Bergbewohner finden Black Box von Superjet

Jakarta - Drei Wochen nach dem mysteriösen Absturz eines neuen russischen Suchoi-Superjets in Indonesien ist der Flugdatenschreiber gefunden worden.

Suchtrupps haben in Indonesien den Flugdatenschreiber des russischen Flugzeugs gefunden, das Anfang Mai mit 45 Menschen an Bord bei Jakarta abgestürzt war. Anwohner hätten das Gerät des neuen Suchoi-Superjets 100 an der Absturzstelle entdeckt. Es sei anders als der Rekorder der Cockpitunterhaltungen in gutem Zustand, sagte der Chef der Such- und Rettungsbehörde, Daryatmo, am Donnerstag. Die Experten erhoffen sich jetzt Aufschluss über die bislang unklare Absturzursache. Bei dem Unglück hatte es keine Überlebenden gegeben.

Der Flugdatenschreiber, der technische Werte wie Flughöhe, Geschwindigkeit, Benzinverbrauch und anderes registriert, war nach Angaben von Daryatmo von Trümmerteilen verdeckt. Das Flugzeug zerschellte an einem steilen Hang des Vulkans Salak und die Wrackteile waren weit verstreut. Suchtrupps hatten die Suche nach dem Gerät schon aufgegeben. Anwohner entdeckten die orangefarbenen Box erst am Mittwoch. Helfer hatten den Rekorder für die Cockpitunterhaltung bereits kurz nach dem Unglück gefunden. Er war allerdings stark verbrannt.

Superjet 100 in Indonesien abgestürzt

Superjet 100 in Indonesien abgestürzt - Viele Tote

“Wir können aber noch Daten daraus lesen, und ich glaube, auch der Flugdatenschreiber ist in gutem Zustand“, sagte der Chef der Transportsicherheitsbehörde, Tatang Kurniadim, dem Fernsehsender Metro TV. Die Auswertung brauche aber bis zu einem Jahr. Ein Firmensprecher von Suchoi sagte in Moskau: “Die indonesischen Fachkräfte werden zeitnah mit russischen Experten die enthaltenen Daten über die Flugparameter des abgestürzten Superjets mit Bordnummer 97004 ablesen.“.

Das Flugzeug war am 9. Mai auf einem Demonstrationsflug für potenzielle Käufer, als es vom Radar verschwand. Der Pilot hatte kurz zuvor über Funk darum gebeten, die zugewiesene Flughöhe verlassen zu dürfen. Warum blieb bislang unklar. Die Wrackteile wurden erst einen Tag später gefunden.

dpa

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