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Flugchaos: Flugbegleiterin verrät 20 Tipps für den Flug in den Sommerurlaub

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Von: Martina Lippl

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Das Flugchaos in diesem Sommer macht auch Flugbegleiter und Flugbegleiterinnen zu schaffen (Archivfoto).
Das Flugchaos in diesem Sommer macht auch Flugbegleiter und Flugbegleiterinnen zu schaffen (Archivfoto). © Bernd Feil/imago

Endlich Sommerferien und ein Ende der chaotischen Situation an Flughäfen in Deutschland und Europa scheint kaum in Sicht. Eine Flugbegleiterin legt Reisenden 20 Tipps an Herz.

München – Wer schon auf seinen gepackten Koffern sitzt, sollte sich auf das Schlimmste vorbereiten. Viele Urlaubsträume zerplatzen in letzter Sekunde. Das Fliegen ist nervenaufreibend, wie nie zuvor. Flugchaos herrscht ausgerechnet diesen Sommer – nach zwei Jahren Corona. Dabei geht die Hauptreisezeit erst richtig los. Eine Flugbegleiterin hat anonym auf Facebook 20 Ratschläge veröffentlicht, für alle, die diesen Sommer eine Reise planen.

Chaos beim Fliegen: Flugbegleiterin gibt Tipps

Die Liste aus der Perspektive der Flugbegleiterin ist lang. Doch „das Fliegen in diesem Sommer ist ruppig“, schreibt sie und setzt gleich drei Ausrufezeichen. Schon bei ihrem ersten Tipp versprüht die anonyme Flugbegleitung kaum Optimismus. Es sind praktische Hinweise, die jeder Reisende wissen sollte.

Flugbegleiterin spricht Klartext: „Wir sind unterbesetzt und überlastet“

Die 20 Tipps der anonymen Flugbegleiterin auf Facebook, sind teils von praktischer Natur. Einige davon geben jedoch einen Einblick hinter die Kulissen der aktuellen Probleme beim Fliegen. „Wir sind unterbesetzt und überlastet“, schreibt die Flugbegleiterin. Dabei schließt sie ausdrücklich neben den Piloten und Flugbegleitern auch auf das Bodenpersonal ein: „Ohne das Bodenpersonal gibt es niemanden, der die Flugzeuge parkt, die Einflugschneisen befährt, das Gepäck in die Flugzeuge ein- und auslädt oder die Bordkarten kontrolliert.“ Die Personalengpässe in den verschiedenen Bereichen führen zu zahlreichen Verspätungen, die sich im Laufe des Tages summieren würden.

Die Folgen der Verspätungen wirken sich schlussendlich auch auf die Arbeitszeiten des Flugpersonals aus. Und nach 16 Stunden fliegen sei eben Schluss. Länger als 16 Stunden fliegen sei illegal. Stehe dann keine Ersatzcrew bereit, fällt der Flug aus. Übrigens, sei es auch ein Grund, die Flüge möglichst am Morgen zu buchen.

Flugchaos im Sommerurlaub: Der Post einer Flugbegleiterin auf Facebook lässt tief blicken

Flugchaos im Sommerurlaub: Der Post einer Flugbegleiterin auf Facebook lässt tief blicken.
Flugchaos im Sommerurlaub: Der Post einer Flugbegleiterin auf Facebook lässt tief blicken. © Screenshot Facebook

Die Flugbegleiterin bittet in ihrem Post um Nachsicht bei den Passagieren sowie für mehr Entgegenkommen. „Seien Sie nett“ – so lautet ihr Appell. Unfreundliche Fluggäste müssten sich auf Konsequenzen gefasst machen. Zudem sollten es Passagiere beim Alkohol nicht übertreiben: „Wenn du in der Bar zu viel trinkst, während du auf deinen verspäteten Flug wartest, riskierst du, dass du gar nicht mehr fliegen darfst.“ Auch eine Dusche und geputzte Zähne sind für den Flug willkommen. Parfüm sowie stinkendes Essen sollten Flugpassagiere allerdings lieber weglassen.

Um kostbare Zeit beim Boarding zu sparen, empfiehlt die Flugbegleiterin schlau zu packen. Das Handgepäck sollte einfach und schnell in der Ablage verstaut werden können. Das vermeide nervige Staus in den Gängen und alle Passagier könnten zügig einsteigen.

Sommerurlaub 2022: Das sollten Sie über Reiseversicherung und Billig-Tickets wissen

Um wenigstens die finanziellen Folgen eines Flug-Fiaskos abzufedern, empfiehlt die Flugbegleiterin eine Reiseversicherung. Besonders, wer viel Geld investiert habe. Sie berichtet von einer achtköpfigen Familie, die ihren Anschlussflug nach Rom und damit auch eine Kreuzfahrt verpasste.

Dann spricht die Flugbegleiterin einen heiklen Punkt beim Thema Geld an. Derzeit sind die Flüge meistens ausgebucht. Ist das Flugzeug überbucht, würden die Passagiere, die am wenigsten für das Ticket bezahlt und über einen Drittanbieter gebucht haben, als erstes ausgelanden.

Zum Schluss gibt die Flugbegleiterin noch einen Ratschlag in eigener Sache: „Sagt den Flugbegleitern bitte nicht, sie sähen müde aus. Wir sind es – und wir wissen es. Ihr könntet mit einem solchen Satz heimliche Tränen in der Flugzeugküche auslösen.“ (ml)

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