+
Bei dem Absturz kam es zu einer enormen Explosion.

Pilot kämpft ums Überleben

Video: Wohl elf Tote bei Flugschau-Unglück in England

Shoreham-by-Sea - Ein Militärflugzeug kracht nach einem Unglück beim Schaufliegen in England auf eine Straße. Der Jet reißt höchstwahrscheinlich elf Menschen in den Tod. Der Pilot kämpft ums Überleben.

Update: Am Sonntag ist bei einer Flugshow in der Schweiz ebenfalls zu einem schweren Unglück gekommen. Zwei Maschinen der deutschen Sportflieger-Formation Grasshoppers sind dort in der Luft kollidiert und abgestürzt.

Es sollte ein spektakuläres Schaufliegen werden und endet als Katastrophe: Beim Absturz eines historischen Militärjets während einer Flugschau sind in Südengland vermutlich elf Menschen ums Leben gekommen. Nachdem die Polizei zunächst sieben Todesopfer bestätigt hatte, sagte ein Sprecher am Sonntag, es seien „sehr wahrscheinlich“ elf. Ein Flugzeug vom Typ Hawker Hunter war am Samstag nach einem missglücktem Looping-Manöver auf eine vielbefahrene Straße in der Nähe von Brighton gestürzt.

Alle Opfer sind vermutlich Menschen, die auf der Straße unterwegs waren. Auf dem Flugplatz sei kein Zuschauer verletzt worden, hatte es zuvor geheißen. Zur Identität der Toten machte die Polizei zunächst keine Angaben. Die Familien eines 24 Jahre alten Mannes und von zwei jungen Fußballern des nahe gelegenen Worthing United Football Club bestätigten jedoch den Tod ihrer Angehörigen.

Tausende hatten das Schaufliegen im Rahmen der Shoreham Airshow sehen wollen. Schockierte Augenzeugen beschrieben einen gewaltigen Feuerball und herumfliegende Trümmer. 15 Menschen wurden verletzt, darunter der Pilot. Er wurde nach Polizeiangaben aus dem brennenden Wrack geborgen und mit lebensgefährlichen Verletzungen in ein Krankenhaus in Brighton gebracht.

Warum der Pilot es bei dem Looping nicht schaffte, die Maschine hochzuziehen, ist unklar. Berichten zufolge ist er ein erfahrener ehemaliger Flieger der britischen Luftwaffe. Experten für zivile Flugzeugunglücke suchten bereits seit Samstag in den Trümmern nach der Unfallursache. Die Straße A27 sollte deshalb noch bis mindestens Montagmorgen gesperrt bleiben.

Premierminister David Cameron sprach den Angehörigen der Opfer sein Beileid aus. Aus Respekt wurde die Shoreham Airshow am Sonntag nicht fortgesetzt, wie der Veranstalter, die Royal Air Forces Association, mitteilte. Es sei aber noch zu früh, um über die Zukunft der Airshow zu spekulieren, sagte der Generalsekretär der Organisation, die unter anderem Familien von Luftwaffen-Angehörigen unterstützt.

Im Herbst 2007 war bei der Show in Shoreham ein Stuntman gestorben, der mit einem Flugzeug aus dem Zweiten Weltkrieg abgestürzt war. Erst Anfang des Monats war ein ehemaliger Pilot der Luftwaffe bei einer anderen Airshow in England abgestürzt und ums Leben gekommen.

Bilder vom Unglücksort

Militärjet stürzt bei Flugshow ab

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Jupiter-Atmosphäre an den Polen turbulenter als erwartet
Mehrere Jahre brauchte die Raumsonde "Juno" bis zum Jupiter. Die ersten Überflüge zeigen: Auf dem Riesenplaneten ist mächtig was los.
Jupiter-Atmosphäre an den Polen turbulenter als erwartet
Nagetier Nutria breitet sich stark aus
Berlin/Lüneburg (dpa) – Die aus Südamerika stammenden Nutrias haben sich erheblich ausgebreitet. "In neun Jahren hat sich das Vorkommen in den erfassten Gebieten etwa …
Nagetier Nutria breitet sich stark aus
Meteorologen erwarten für Samstag perfektes Badewetter
Pack die Badehose ein: Am Samstag wird es in Deutschland mit Temperaturen bis zu 30 Grad endlich sommerlich.
Meteorologen erwarten für Samstag perfektes Badewetter
Passagiere entdecken vor Air-Berlin-Flug Loch im Flugzeug
Während des Einstiegs entdeckten Passagiere in Düsseldorf ein Loch im Rumpf ihres Fliegers. Der Flug der Air Berlin musste abgesagt werden.
Passagiere entdecken vor Air-Berlin-Flug Loch im Flugzeug

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken, um Missbrauch zu vermeiden.

Die Redaktion